Denkmal/Gedenkstätte

Gedenkstätte Eckerwald

Suppengasse 10 L434 Schömberg-Wellendingen, Richtung Feckenhausen abbiegen, 78628 Rottweil

Highlights

  • Die Gedenkstätte Eckerwald erinnert an die Opfer der NS-Zwangsarbeit in Rottweil und Umgebung.
  • Der Gedenkpfad führt durch das Gelände einer nie fertiggestellten Schieferölfabrik aus dem Jahr 1944/45.
  • In der Nähe befinden sich die KZ-Friedhöfe Schörzingen und Schömberg mit den Namen der ermordeten Häftlinge.

Tipps

  • Vom Parkplatz aus sind es etwa 400 Meter bis zum Beginn des Rundgangs, entlang dessen viele Infotafeln interessante Einblicke bieten.
  • Die ehemalige Schieferölfabrik ist heute weitgehend in Ruinen, doch einzelne Gebäudeteile und Infotafeln verdeutlichen die historische Funktion des Ortes.
  • Der 1,3 km lange Rundweg eignet sich für einen selbstständigen Besuch und ermöglicht einen guten Überblick über das Gelände und die Geschichte.

Eigenschaften

Bei Regen geeignet Parkplatz vorhanden Bildung Kulturell Ganzjährig

Über Gedenkstätte Eckerwald

Die Gedenkstätte Eckerwald liegt im baden-württembergischen Rottweil und erinnert an ein dunkles Kapitel der nationalsozialistischen Zeit. Auf dem Gelände wurde 1944/45 von den Nationalsozialisten der Bau einer Schieferölfabrik geplant, die Teil eines größeren Rüstungsprogramms sein sollte. Die Zwangsarbeiter, die hier eingesetzt wurden, lebten unter unmenschlichen Bedingungen. Die überwiegende Anzahl der 529 Opfer des nahegelegenen KZ Schörzingen starb während der Arbeiten an diesem Ort. Heute sind noch Ruinen der Fabrik sowie umfangreiche Infotafeln vor Ort zu sehen, die über die Geschichte und Funktion der Anlage informieren.

Der Gelände-Rundgang beginnt in der Nähe des Parkplatzes und erstreckt sich über eine Strecke von etwa 1,3 Kilometern. Entlang des Weges bieten mehrere Stationen Einblicke in die historischen Zusammenhänge und die Bedingungen, unter denen die Zwangsarbeiter lebten und starben. Die ehemalige Schieferölfabrik ist heute weitgehend zerstört, doch einzelne Bauwerke und Strukturen sind noch erkennbar. Die gut ausgestatteten Informationstafeln ermöglichen einen eigenständigen Rundgang mit tiefgehenden historischen Hintergründen. Die Gedenkstätte ist jederzeit frei zugänglich und richtet sich an alle, die sich mit der Geschichte des Nationalsozialismus auseinandersetzen möchten.

In unmittelbarer Nähe befinden sich weitere Erinnerungsorte, darunter der KZ-Friedhof Schörzingen, wo die Namen der 529 Opfer auf acht Tafeln in einer Kapelle verzeichnet sind. Ebenso dokumentiert der Gedenk- und Lernort Schömberg die Schicksale von weiteren Opfern der Konzentrationslager Dautmergen und Schömberg. Diese Orte ergänzen die Gedenkstätte Eckerwald und bieten zusammen ein umfassendes Bild der historischen Ereignisse in der Region. Die Initiative Gedenkstätte Eckerwald e.V. setzt sich dafür ein, die Erinnerung an die Opfer lebendig zu halten und bildet eine wichtige Anlaufstelle für Besucher, die sich mit dieser Zeit der deutschen Geschichte auseinandersetzen wollen.

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