Kirche/Kloster

Sankt-Marien-Kirche

Friedrichstraße 87, 39218 Schönebeck (Elbe)

Highlights

  • Die Katholische Kirche St. Marien in Schönebeck (Elbe) wurde 1908 eingeweiht und steht unter dem Patrozinium der Heiligen Maria.
  • Der neogotische Backsteinbau entstand nach Plänen von Baurat Körner und wurde 1912 vom Bischof von Paderborn konsekriert.
  • Seit 2010 bildet sie zusammen mit der Kirche St. Norbert in Calbe eine gemeinsame Pfarrei im Bistum Magdeburg.

Tipps

  • Besucher finden besinnliche Momente bei Adventsveranstaltungen mit Taizé-Gesang und Orgelmusik.
  • Die Kirche liegt zentral in der Friedrichstraße und ist auch außerhalb von Gottesdiensten zugänglich.
  • Ruhe suchende Personen sollten beachten, dass morgens Glocken geläutet werden.

Eigenschaften

Entspannt Kulturell Ganzjährig

Über Sankt-Marien-Kirche

Die Sankt-Marien-Kirche in Schönebeck (Elbe) ist eine römisch-katholische Kirche im Bundesland Sachsen-Anhalt und liegt im Salzlandkreis. Sie gehört zur Pastoralregion Salzland im Bistum Magdeburg. Der Kirchenbau befindet sich in der Friedrichstraße und ist sowohl sakral als auch architektonisch ein bedeutendes Bauwerk der Region. Die Kirche wurde nach Plänen des Baurats Körner zwischen 1906 und 1908 im neogotischen Stil errichtet und besitzt einen kreuzförmigen Grundriss. Ihre Einweihung erfolgte 1908, die bischöfliche Konsekration folgte einige Jahre später.

Die Geschichte der katholischen Gemeinde in Schönebeck reicht bis ins 19. Jahrhundert zurück, als sich nach der Reformation erstmals wieder Katholiken in der Stadt niederließen. Ursprünglich fanden Gottesdienste in Gaststätten oder provisorischen Räumen statt, bevor 1873 eine erste Kapelle geweiht wurde. Diese diente bis zur Fertigstellung der heutigen Kirche. Die Pfarrei wurde 1939 offiziell gegründet. Im Zuge der Reformbewegungen des 20. Jahrhunderts wurde die Kirche in den 1960er Jahren umfassend renoviert, unter anderem erhielten der Altar und der Chor ihre heutige Gestalt.

Der Innenraum der Kirche ist geprägt durch farbige Glasfenster des Künstlers Christof Grüger, die in den Jahren 1960 bis 1962 entstanden. Diese Fenster tragen die Titel „Bausteine der Schöpfung“ im Kirchenschiff und „Lobgesang der Schöpfung“ im Chor. Sie zeigen sowohl die natürliche als auch die vernunftbegabte Schöpfung – von Kristallen und Pflanzen bis hin zu Menschen, Heiligen und Engeln. Im Chor befindet sich zudem eine Kupferplastik aus dem Jahr 1962, die den segnenden Christus darstellt. Diese Gestaltungselemente verleihen dem Innenraum eine moderne, künstlerische Note, die sich mit der gotischen Architektur des Gebäudes verbindet.

Die Kirche ist nicht nur ein Ort der religiösen Andacht, sondern auch ein kultureller Mittelpunkt der Stadt. So finden hier regelmäßig besinnliche Veranstaltungen statt, etwa im Rahmen des lebendigen Adventskalenders mit Taizé-Gesang und Orgelmusik. Die Gemeinde bietet darüber hinaus verschiedene Gruppen und Einrichtungen an, darunter eine Kindertagesstätte, soziale Dienste und verschiedene Gemeinschaftsgruppen. Die Kirche ist somit eng mit dem gesellschaftlichen Leben in Schönebeck verbunden.

Trotz ihrer kulturellen und sozialen Bedeutung gibt es auch Kritik: Einige Anwohner empfinden das regelmäßige Glockenläuten als störend, insbesondere in den frühen Morgenstunden. Dennoch bleibt die Sankt-Marien-Kirche ein zentraler Bestandteil der Schönebecker Stadtlandschaft und ein Ort, der sowohl Gläubige als auch Interessierte an sakraler Architektur und Kunst anspricht.

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