Schloss Schliestedt
Highlights
- Schloss Schliestedt wurde von 1748 bis 1760 im Rokoko-Stil erbaut.
- Es steht an der Stelle einer alten Burg derer von Schliestedt.
- Heute beherbergt es eine Senioreneinrichtung mit 115 Plätzen.
Tipps
- Das Schloss Schliestedt bietet eine gepflegte Umgebung mit historischem Ambiente im ländlichen Schöppenstedt.
- In der Parkanlage des Schlosses befindet sich der Dorfladen 'Der Schloßkrämer' mit täglich wechselndem Sortiment.
- Für Besuche oder Probewohnen kann ein Termin zur individuellen Besichtigung vereinbart werden.
Eigenschaften
Über Schloss Schliestedt
Das Schloss Schliestedt liegt im ortsnamenstiftenden Teil von Schöppenstedt im Landkreis Wolfenbüttel in Niedersachsen. Ursprünglich stand an dieser Stelle eine mittelalterliche Burg der Familie von Schliestedt, deren Geschichte bis ins späte Mittelalter zurückreicht. Diese Anlage war bereits im 16. Jahrhundert verfallen, bevor sie schließlich abgerissen wurde, um Platz für ein neues Gebäude im damals modernen Rokokostil zu schaffen. Das heutige Schloss entstand zwischen 1748 und 1760 nach Plänen des Architekten Martin Peltier de Belfort und gilt als herausragendes Beispiel des Rokoko im Braunschweiger Land.
Das Anwesen wechselte im Laufe der Jahrhunderte mehrfach den Besitzer. Nach der Zerstörung der alten Burg durch Heinrich Bernhard Schrader wurde das neue Schloss von verschiedenen Adelsgeschlechtern bewohnt, darunter die von Bülow, von Schwicheldt und zuletzt die von Adelebsen. Letzte Bewohnerin des Herrenhauses war Anna von Adelebsen, eine kunstsinnige Gutsbesitzerin, die bis in die 1920er Jahre im Schloss lebte. Seit 1950 dient das Gebäude als Seniorenwohnheim und bietet auf einem weitläufigen Gelände von fast neun Hektar Platz für altersgerechte Wohnformen sowie professionelle Pflege und Betreuung.
Heute beherbergt die Einrichtung mehrere Wohnbereiche, die in fünf Häuser unterteilt sind, und verfügt über insgesamt 115 Plätze für Bewohner mit unterschiedlichen Pflegebedürfnissen. Neben der stationären Pflege werden verschiedene Dienstleistungen angeboten, darunter hauseigene Küche, Wäscherei, Hauswirtschaftsservice sowie therapeutische und soziale Betreuungsangebote. Besonderheiten sind unter anderem das altersgerechte Trainingsprogramm „Fit für 100“, Sinnesgärten, geführte Spaziergänge sowie generationsübergreifende Aktivitäten mit Kindergärten vor Ort.
Das Schlossgelände selbst ist nicht nur von historischer Bedeutung, sondern auch landschaftlich reizvoll. In den 1990er Jahren wurde bei Bauarbeiten ein unterirdisches Tonnengewölbe aus dem 16. Jahrhundert entdeckt, das einst die Burg mit ihren Nebengebäuden verband. Heute erinnert man sich nicht nur an die baugeschichtliche Bedeutung des Ortes, sondern pflegt auch Traditionen wie den Martinsmarkt, der von Besuchern und Bewohnern gerne wahrgenommen wird. Ein kleiner Dorfladen namens „Der Schloßkrämer“ im Torpavillon vor dem Schloss sorgt für regionale Versorgung und lokale Begegnung.