Kirche/Kloster

Wallfahrtskapelle

Marienpl. 3, 48624 Schöppingen-Eggerode

Highlights

  • Die Wallfahrtskapelle in Schöppingen-Eggerode beherbergt seit über 680 Jahren das Gnadenbild der Mutter Gottes.
  • Jährlich pilgern etwa 60.000 Gläubige zum Marienheiligtum in der Kath. Kirchengemeinde St. Brictius.
  • Das byzantinische Gnadenbild stammt vermutlich aus dem 12. Jahrhundert und wurde von Kreuzfahrern nach Eggerode gebracht.

Tipps

  • Die Wallfahrtskapelle in Schöppingen-Eggerode liegt idyllisch in der Parklandschaft des Münsterlands und ist mit dem Auto gut über die L 480 erreichbar.
  • Ein Besuch lohnt sich besonders während der Marienfestwoche, wenn die Wallfahrt mit Gottesdiensten und kulturellen Angeboten verbunden ist.
  • Motorradfahrer nutzen den Ort traditionell als Startpunkt für die jährliche Wallfahrt, die den Beginn der Saison markiert.

Eigenschaften

Entspannt Kulturell Ganzjährig

Über Wallfahrtskapelle

Die Wallfahrtskapelle in Schöppingen-Eggerode im westlichen Münsterland ist ein bedeutender sakraler Ort und zählt zu den traditionsreichsten Marienwallfahrtszielen in Nordrhein-Westfalen. Seit mehr als sechs Jahrhunderten zieht das Gnadenbild der Mutter Gottes, „Die Liebe Frau vom Himmelreich“, jährlich zahlreiche Pilgerinnen und Pilger an. Die Holzskulptur im byzantinischen Stil, etwa 70 Zentimeter hoch, zeigt Maria thronend mit dem Jesuskind auf dem Schoß, in der rechten Hand hält sie ein Zepter, beide tragen Kronen. Die Figur gilt als eines der ältesten Marienbilder im Bistum Münster und wurde vermutlich im Mittelalter von Kreuzfahrern aus Konstantinopel mitgebracht.

Die Wallfahrt nach Eggerode ist erstmals im 14. Jahrhundert urkundlich belegt, damals gewährte der Papst den Wallfahrenden einen Ablass. Die heutige Wallfahrtskapelle wurde 1843 errichtet und später durch einen Choranbau im Jahr 1951 sowie durch den Bau der Kerzenkapelle im Jahr 1992 erweitert. Die Kapelle beherbergt das Gnadenbild und bietet einen schlichten, dennoch feierlichen Raum für Andacht und Stille. Sie steht im Zentrum des Wallfahrtslebens des Ortes und ist fester Bestandteil der katholischen Kirchengemeinde St. Brictius.

Die Pfarrkirche St. Mariä Geburt in Eggerode verfügt über verschiedene Bauperioden, darunter einen gotischen Turm und einen romanischen Taufstein aus dem 13. Jahrhundert. Die Entwicklung der Kirche begann im 12. Jahrhundert, und bereits im 14. Jahrhundert wurde Eggerode als selbstständige Pfarrei erwähnt. Der Ort selbst hat eine lange Geschichte: Erstmals urkundlich erwähnt im Jahr 1151, entstand Eggerode auf einer germanischen Kultstätte des Schwertgottes Tiu – ein Umstand, der sich im Ortsnamen widerspiegelt.

Die Wallfahrtskapelle liegt in Eggerode, einem Dorf mit rund 800 Einwohnern, das heute zum Gemeindegebiet von Schöppingen gehört. Umgeben von der ländlichen Idylle des Münsterlands und in der Nähe des Flusses Vechte gelegen, bietet der Wallfahrtsort einen ruhigen Rückzugsort für Besucher. Neben religiösen Pilgern nutzen auch Motorradfahrer den Wallfahrtsort als traditionellen Startpunkt für jährliche Wallfahrten, die mittlerweile seit mehreren Jahrzehnten stattfinden.

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