St. Petrus
Highlights
- Die Liebfrauenkirche St. Petrus in Gedern ist eine gotische Hallenkirche aus dem 14. Jahrhundert mit erhaltenem Flügelaltar aus dem Marienleben.
- Nach der Vertreibung 1946 wurde die Pfarrei Herz Jesu gegründet, um die über 2000 katholischen Vertriebenen in Schotten zu versorgen – Wallfahrten finden seitdem jährlich statt.
- Der Gnadenort ist eine gotische Pietà aus dem 14. Jh.; seit 1952 wird die Wallfahrt in der neuen Herz-Jesu-Kirche mit einer Fotografie des Originals gefeiert.
Tipps
- Der barrierefreie Zugang ermöglicht Besuchern mit eingeschränkter Mobilität einen ungehinderten Eintritt in die Kirche.
- Ein rollstuhlgerechter Parkplatz steht in unmittelbarer Nähe der Kirche zur Verfügung, um die Anreise zu erleichtern.
- Die gotische Hallenkirche aus mehreren Bauphasen bietet historische Bausubstanz aus dem 13. und 14. Jahrhundert mit erhaltenen Elementen.
Eigenschaften
Kultur & Sakrales in St. Petrus Gedern entdecken
Die St. Petrus-Kirche in Gedern ist ein historisches Juwel der katholischen Sakralarchitektur und ein zentraler Ort für die lokale Glaubensgemeinschaft. Die Kirche gehört zu den bedeutendsten Bauwerken der Region und vereint gotische Tradition mit lebendiger Wallfahrtsgeschichte. Ursprünglich als Liebfrauenkirche errichtet, entstand sie an der Stelle einer früheren Marienwallfahrtskapelle und wurde im Laufe des Mittelalters in mehreren Bauphasen zu einer prächtigen Hallenkirche ausgebaut.
Im Herzen der Kirche befindet sich eine der kostbarsten Schätze: der gotische Flügelaltar aus dem 14. Jahrhundert, der Szenen aus dem Marienleben darstellt. Besonders beeindruckend ist das Gnadenbild der Wallfahrt, eine gotische Pieta aus derselben Epoche. Dieses Bild zog über Jahrhunderte Pilger an, die hier um Schutz und Hoffnung beteten. Die Wallfahrt zur Schmerzhaften Muttergottes von Schotten entwickelte sich im 20. Jahrhundert zu einem festen Brauchtum, wobei der zweite Sonntag im September als traditioneller Wallfahrtstag gilt.
Die Verbindung zur Nachbargemeinde Schotten ist eng mit der Geschichte der Kirche verknüpft. Durch die Vertreibung nach dem Zweiten Weltkrieg entstand dort 1946 die neue Pfarrei Herz Jesu, die zunächst die Wallfahrten in der Liebfrauenkirche Gedern fortsetzte. Erst mit dem Bau der eigenen Herz-Jesu-Kirche 1952 konnte die Verehrung vor Ort fortgeführt werden. Bis heute bleibt die St. Petrus-Kirche ein Ort der Begegnung, an dem jährlich ein gemeinsamer Gipfelgottesdienst mit den umliegenden Pfarreien gefeiert wird.
Mit ihrer rollstuhlgerechten Ausstattung, einem barrierefreien Parkplatz und modernen Sanitäranlagen ist die Kirche auch heute für alle Besucher zugänglich. Die St. Petrus-Kirche Gedern verbindet so auf einzigartige Weise historische Tiefe mit lebendiger Gemeinschaft – ein Ort, der sowohl Gläubige als auch Kulturinteressierte gleichermaßen anspricht.