Denkmal/Gedenkstätte

Kloster Heiligenbronn

Kloster, 78713 Schramberg

Highlights

  • Kloster Heiligenbronn in Schramberg ist ein Franziskanerinnen-Konvent am Standort einer seit 1385 bekannten Heilquelle.
  • Bereits 1860 nahm das Kloster das erste gehörlose Mädchen auf, 1868 entstand ein Blindenheim.
  • Der Ort gilt seit dem 14. Jahrhundert als Wallfahrtsort mit einer Marienkapelle und Gnadenbild.

Tipps

  • Das Kloster Heiligenbronn liegt an einer historischen Wallfahrtsroute und bietet Einblicke in die Geschichte der Heiligenbrunner Heilquelle.
  • Besucher können die barocke Klosterkirche sowie das Gnadenbild aus dem 15. Jahrhundert besichtigen.
  • In der Nähe verläuft die alte Pilgerstraße von Sulgen nach Waldmössingen, ideal für einen historischen Spaziergang.

Eigenschaften

Bildung Kulturell Ganzjährig

Kloster Heiligenbronn in Schramberg - Kultur und Denkmal ausflug

Das Kloster Heiligenbronn liegt im Stadtteil Heiligenbronn der Stadt Schramberg im Landkreis Rottweil. Es ist ein Konvent der Franziskanerinnen und steht an der Stelle einer seit dem 14. Jahrhundert bekannten Heilquelle, die rasch zu einem bedeutenden Wallfahrtsort wurde. Die Geschichte des Ortes ist eng verknüpft mit der Legende von einem Hirten, dessen wunde Füße durch das Baden in der Quelle geheilt wurden. Auch eine blinde Frau soll dort ihr Augenlicht zurückerlangt haben. Diese Wunderberichte trugen dazu bei, dass sich am Wallfahrtsort eine tiefe religiöse Tradition entwickelte.

Bereits im Mittelalter entstand am Gelände eine Marienkapelle, in der das noch heute verehrte Gnadenbild aufgestellt wurde. Ein Bildstock erinnert an ein tragisches Ereignis: Ein Kind soll bei einer Wallfahrt erdrückt worden sein. Im Verlauf der Zeit entstand ein Hospiz, das später zu einem kleinen Kloster ausgebaut wurde und zum Franziskanerkloster Villingen gehörte. Nach verschiedenen Wirren, darunter Pestepidemien und wirtschaftlichem Niedergang, zogen sich die Franziskaner zeitweise zurück. Dennoch blieb der Ort ein Zentrum der Gegenreformation, und das Gnadenbild kehrte nach kurzer Zeit wieder an seinen ursprünglichen Ort zurück.

Die entscheidende Wende in der Geschichte des Klosters brachte der 19. Jahrhundert mit sich. Mit der Berufung des ersten Vikars David Fuchs im Jahr 1855 begann der Aufbau einer „Rettungsanstalt“ für benachteiligte und behinderte Kinder. Fuchs, der bis zu seinem Tod 1885 im Ort wirkte, legte den Grundstein für das heutige Franziskanerinnenkloster. Bereits 1860 nahm das Kloster das erste gehörlose Mädchen auf, und 1868 wurde ein Blindenheim eröffnet. Damit etablierte sich Heiligenbronn als Pionier in der Behindertenfürsorge. Das Engagement des Klosters konzentrierte sich fortan auf Bildung, Erziehung und soziale Betreuung, insbesondere für Mädchen und junge Frauen in schwierigen Lebenslagen.

Das Kloster Heiligenbronn ist heute weiterhin ein aktiver Konvent, der im Einklang mit seiner historischen Tradition steht. Die Klosteranlage liegt ruhig am Ortsrand und ist von einer parkähnlichen Umgebung umgeben. Die Architektur der Gebäude spiegelt verschiedene Epochen wider – vom mittelalterlichen Wallfahrtszentrum bis hin zu den barocken und neugotischen Umbauten des 19. Jahrhunderts. Die Wallfahrtskirche mit dem berühmten Gnadenbild bleibt ein spirituelles Zentrum und zieht Gläubige aus der Region an. Die enge Verzahnung von Geschichte, Spiritualität und sozialem Engagement macht das Kloster zu einem lohnenswerten Ausflugsziel im Landkreis Rottweil.

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Häufige Fragen zu Kloster Heiligenbronn

Was ist das Kloster Heiligenbronn?
Das Kloster Heiligenbronn ist ein Konvent der Franziskanerinnen im Stadtteil Heiligenbronn von Schramberg. Es entstand an einer seit dem 14. Jahrhundert bekannten Heilquelle und war ein bedeutender Wallfahrtsort. {stand}.

Quelle: wikipedia

Welche besondere Rolle spielte das Kloster in der Bildung?
Das Kloster widmete sich besonders der Erziehung und Förderung sozial benachteiligter Kinder. Bereits 1860 nahm es das erste gehörlose Mädchen auf und 1868 ein Blindenheim. {stand}.

Quelle: wikipedia

Welche Legende umgibt die Heilquelle von Heiligenbronn?
Laut Legende wurden ein Hirte mit wunden Füßen und eine blinde Frau an der Quelle geheilt. Danach galt sie als heilkräftig, was zur Errichtung einer Wallfahrtsstätte führte. {stand}.

Quelle: wikipedia

Wann wurde die Heilquelle erstmals urkundlich erwähnt?
Die Heilquelle wurde erstmals 1385 urkundlich erwähnt, als der Franziskaner-Terziar Konrad Land in der Gemarkung Waldmössingen kaufte. {stand}.

Quelle: wikipedia

Was geschah mit dem Gnadenbild während des Dreißigjährigen Kriegs?
Während des Dreißigjährigen Kriegs wurde das Gnadenbild nach Oberndorf am Neckar verbracht, kehrte jedoch 1637 nach Heiligenbronn zurück. {stand}.

Quelle: wikipedia