Leibgarde - Infanterie - Regiment - Denkmal
Highlights
- Das Leibgardistendenkmal in Darmstadt wurde 1928 zur Erinnerung an die Gefallenen des Leibgarde-Regiments 115 errichtet.
- Es zeigt einen verwundeten Löwen und trägt die Namen der Gefallenen sowie der Schlachtorte beider Weltkriege.
- 1952 wurde der beschädigte Sockel restauriert, 2003 ein fehlender Speer durch einen Nachbau ersetzt.
Tipps
- Das Leibgardistendenkmal ist ein Bronze-Löwe mit Pfeilen, der die Gefallenen des Ersten Weltkriegs ehrt und sich in einer Nische vor der nördlichen Schlossmauer befindet.
- Auf den Sockelseiten sind die Namen der Gefallenen sowie Schlachtorte aus beiden Weltkriege verzeichnet.
- Das Denkmal wurde 1928 eingeweiht und später nach Kriegsbeschädigung restauriert, wobei auch fehlende Teile wie ein Speer ersetzt wurden.
Eigenschaften
Über Leibgarde - Infanterie - Regiment - Denkmal
Das Leibgardistendenkmal in Darmstadt erinnert an die Soldaten des Leibgarde-Infanterie-Regiments, die im Ersten Weltkrieg gefallen sind. Die historische Gedenkstätte befindet sich in einer Nische vor der nördlichen Schlossmauer am Friedensplatz und zählt zu den bedeutenden kulturhistorischen Objekten der Stadt. Die zentrale Darstellung des Denkmals ist ein bronzener Löwe, der durch mehrere Pfeile tödlich getroffen wurde – ein Symbol für die Opfer der Kriegsjahre. Die Figur ruht auf einem aus Sandstein gefertigten, sich nach oben verjüngenden Sockel.
Gestaltet wurde das Denkmal vom Bildhauer Heinrich Jobst. Es wurde zu einem Zeitpunkt errichtet, als die Erinnerung an die verheerenden Auswirkungen des Ersten Weltkriegs noch sehr präsent war. Auf der rechten Seite des Sockels sind die Namen bedeutender Schlachtorte verzeichnet, während die linke Seite den Namen der Gefallenen und Vermissten des Darmstädter Leibgarde-Regiments gewidmet ist. Nach Kriegsbeschädigungen wurde der Sockel in den 1950er Jahren unter der Leitung des Bildhauers Hans Scheibel restauriert. Später, zur Erinnerung an die Opfer des Zweiten Weltkriegs, wurden in der Mauer neben dem Denkmal zusätzliche Eintragungen der Kriegsjahre 1939 bis 1945 angebracht.
Das Denkmal gilt als beeindruckendes Beispiel für die öffentliche Kunst der Zwischenkriegszeit und spiegelt die Trauer und das Gedenken einer ganzen Generation wider. Die Darstellung des verwundeten Löwen wird von Besucherinnen und Besuchern als besonders ausdrucksstark wahrgenommen. In den Jahren wurde auch auf die Pflege und Ergänzung des Kunstwerks geachtet: So konnte beispielsweise ein fehlender Speer durch einen Nachbau ersetzt werden. Das Leibgardistendenkmal steht eng mit der historischen Umgebung des Stadtschlosses verbunden und bildet einen kulturellen Anlaufpunkt in Darmstadt.
Die hohe Bedeutung des Denkmals wird auch durch die öffentliche Wahrnehmung unterstrichen. Es trägt zur Erinnerungskultur der Region bei und ist sowohl für seine künstlerische Aussagekraft als auch für seine historische Relevanz anerkannt. Die Darstellung der Kriegsopfer in Form des durchbohrten Löwen vermittelt eine emotionale und symbolische Dimension, die über die reine Gedenkfunktion hinausgeht. Mit seiner zentralen Lage am Friedensplatz verbindet sich eine ruhige, denkmalgeschützte Atmosphäre, die zum Verweilen und Innehalten einlädt.