Altes Schloss Hohenbaden
Highlights
- Das Altes Schloss Hohenbaden war im Mittelalter die erste Residenz der Markgrafen von Baden und Namensgeber des Landes Baden.
- Heute beherbergt das Schlossruine ein Restaurant, eine große Windharfe und bietet kostenlose Besichtigung mit Rundblick über Baden-Baden.
Tipps
- Das Schloss ist frei zugänglich und bietet einen beeindruckenden Ausblick vom Turm über Baden-Baden und die Rheinebene.
- Parkplätze befinden sich direkt am Gelände, die Anfahrt mit dem Auto ist bequem möglich.
- In den Ruinen steht eine große Windharfe, die 1999 aufgestellt wurde und zu einem besonderen Erlebnis wird.
Eigenschaften
Über Altes Schloss Hohenbaden
Das Altes Schloss Hohenbaden thront majestätisch auf dem Westhang des felsigen Battert-Bergs über Baden-Baden und zählt zu den eindrucksvollsten Burgruinen der Region. Ursprünglich als Burg Hohenbaden erbaut, diente es ab dem Mittelalter als Stammsitz der Markgrafen von Baden und prägte maßgeblich die Geschichte der Region. Der Bau der Oberburg wird auf das frühe 12. Jahrhundert datiert und geht auf Markgraf Hermann II. zurück. Im Laufe der Zeit entwickelte sich das Schloss durch mehrere Bauphasen zu einem repräsentativen Zentrum der Markgrafschaft.
Unter Markgraf Bernhard I. entstand im 14. Jahrhundert die gotische Unterburg, die später durch Markgraf Jakob I. weiter ausgebaut wurde. Zu den bemerkenswertesten Bauwerken zählt der Bernhardsbau mit seiner kunstvoll gestalteten Säule, die einst von Engeln getragenes Wappen stützte. In seiner Blütezeit verfügte das Schloss über rund 100 Räume. Im späten 15. Jahrhundert jedoch verlegte Markgraf Christoph I. die Residenz in die Stadt Baden, woraufhin das Alte Schloss allmählich an Bedeutung verlor und schließlich 1599 durch einen Brand schwer beschädigt wurde.
Heute wird die eindrucksvolle Ruine von der Einrichtung Staatliche Schlösser und Gärten Baden-Württemberg betreut und ist für Besucher kostenfrei zugänglich. Besonders beliebt ist der Blick vom Schlossturm, der einen atemberaubenden Ausblick über Baden-Baden, die Rheinebene und die Vogesen bietet. Auch der Burghof und die umliegende Anlage laden zur Entdeckung ein. Im Schlossrestaurant können Gäste kulinarisch verwöhnt werden, während sie die historische Atmosphäre genießen.
Eine Besonderheit inmitten der Ruine ist die große Windharfe im ehemaligen Rittersaal. Mit einer Höhe von über vier Metern und 120 Saiten zählt sie zu den größten ihrer Art in Europa. Die Harfe wurde 1999 aufgestellt und erzeugt Klänge, die vom Wind angetrieben werden. Historisch interessierte Besucher können zudem eine Stauferstele am Parkplatz unterhalb der Ruine entdecken, die an die Zusammenarbeit der Markgrafen mit den Staufern erinnert.
Das Alte Schloss Hohenbaden ist nicht nur ein lohnendes Kulturdenkmal, sondern auch ein idealer Ausgangspunkt für Wanderungen im Naturraum Battert. Die umliegenden Kletterfelsen und der Bannwald laden zum Verweilen ein. Die Burg begeistert mit ihrer architektonischen Substanz, ihrer Aussichtskraft und der Verbindung von Geschichte und Natur – ein unverzichtbares Ausflugsziel für Kultur- und Naturinteressierte in Baden-Baden.