Kirche/Kloster

Benediktinerabtei Schuttern

Klosterstraße 1a, 77948 Friesenheim-Schuttern

Highlights

  • Die Benediktinerabtei Schuttern wurde um 603 gegründet und ist eng mit der Ortschaft Friesenheim-Schuttern verbunden.
  • Kaiser Otto II. bestätigte 973 dem Bischof von Toul die Abtei in Offonisvilla, später Schuttern genannt.
  • 1806 wurde die Abtei im Zuge der Säkularisation aufgelöst, das Gebäude gehört heute dem Land Baden-Württemberg.

Tipps

  • Die Klosterkirche zählt zu den sehenswertesten Sakralbauten der Region und lohnt einen Besuch.
  • Ein Besuch des Museums im ehemaligen Kloster sowie eine Kirchenführung bieten Einblicke in die über 1000-jährige Geschichte des Ortes.
  • Für Gruppen und Familien ist eine Führung durch die archäologischen Ausgrabungen im Klostergarten besonders empfehlenswert.

Eigenschaften

Entspannt Kulturell Ganzjährig

Über Benediktinerabtei Schuttern

Die Benediktinerabtei Schuttern in Friesenheim-Schuttern zählt zu den historisch bedeutendsten Kultur- und Sakralbauten Baden-Württembergs. Gelegen in der oberrheinischen Tiefebene am Fuße des Schwarzwaldes, ist der Ort eng mit der über 1200-jährigen Geschichte des Klosters verbunden, das vermutlich um das 7. Jahrhundert von einem irischen Mönch namens Offo gegründet wurde. Die Abtei entwickelte sich im Laufe der Jahrhunderte zu einem geistlichen, kulturellen und administrativen Zentrum der Region und prägte maßgeblich das Leben in der Ortenau.

Die Klosterkirche, heute als Pfarrkirche Mariae Himmelfahrt genutzt, ist das Hauptzeugnis der einstigen Reichsabtei. Im 18. Jahrhundert weitgehend barock umgebaut, zählt sie heute zu den architektonischen Highlights der Region und wird von Gästen regelmäßig als eine der schönsten Kirchen Deutschlands beschrieben. Ihr Kirchturm gehört zu den höchsten im Erzbistum Freiburg. Nur wenige Teile des ursprünglichen Klosterkomplexes sind erhalten, darunter das heutige Pfarrhaus, das ehemalige Refektorium, sowie die Kanzlei und die Zehntscheuer. Einige Gebäude und Mauerreste erinnern noch an das einst weitläufige Gelände.

Nach einer turbulenten Geschichte, geprägt unter anderem durch den Bauernkrieg und die Säkularisation im frühen 19. Jahrhundert, wurde das Kloster 1806 aufgelöst. Heute kümmert sich der Historische Verein Schuttern 603 e. V. um die Pflege und Erhaltung der Klostertradition. Neben Führungen durch die Kirche und das Gelände betreibt der Verein ein Klostermuseum, das Ausgrabungen dokumentiert und wertvolle Exponate zur Klostergeschichte zeigt. Auch Sonderausstellungen und kulturhistorische Veranstaltungen gehören zum Angebot, das sowohl für Schulklassen als auch für interessierte Besucher konzipiert ist.

Ein besonderes Kapitel in der Geschichte der Abtei schreibt die letzte Nacht von Marie-Antoinette auf deutschem Boden vor ihrer Hochzeit mit dem späteren König Ludwig XVI. von Frankreich. Diese Verbindung zur europäischen Geschichte unterstreicht die herausragende Rolle, die Schuttern einst spielte. Die Baupflicht für die Kirche liegt heute noch beim Land Baden-Württemberg, was die besondere Bedeutung des Ortes auch heute noch widerspiegelt.

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