Sankt Jakobus
Highlights
- Die katholische Pfarrkirche Sankt Jakobus in Schutterwald wurde 1787 eingeweiht und steht an der Ecke Hauptstraße und Kirchstraße.
- Sie ist ein Übergangsgebäude vom späten Barock zum Klassizismus und gehört seit 2008 zum Dekanat Offenburg-Kinzigtal.
- Der Kinzigtäler Jakobusweg endet hier mit der 6. Etappe und beginnt mit der 7. Etappe nach Kehl.
Tipps
- Die Kirche St. Jakobus in Schutterwald ist sehenswert und markiert den Abschluss der 6. sowie den Start der 7. Etappe des Kinzigtäler Jakobuswegs.
- Der barocke Baustil und der spätbarocke Übergang zur Klassik sind an der Architektur der Kirche gut erkennbar.
- Die Kanzel aus dem Jahr 1787 ist die einzige erhaltene Inneneinrichtung der ursprünglichen Kirchenbauzeit.
Eigenschaften
Über Sankt Jakobus
Die katholische Pfarrkirche Sankt Jakobus in Schutterwald im Ortenaukreis von Baden-Württemberg ist dem Apostel Jakobus geweiht und steht an der Ecke Hauptstraße und Kirchstraße. Sie markiert das Ende der sechsten sowie den Startpunkt der siebten Etappe des Kinzigtäler Jakobuswegs, der nach Kehl führt. Seit der Dekanatsreform gehört die Kirche zum Dekanat Offenburg-Kinzigtal und ist Teil der Seelsorgeeinheit Schutterwald-Hohberg-Neuried.
Die Geschichte der Kirche reicht zurück bis ins Jahr 1361, als bereits eine Kirche an dieser Stelle existierte. Auch der spätere Nachfolger wurde abgerissen, bevor 1784 der Grundstein für das heutige Gotteshaus gelegt wurde. Der Entwurf stammte von einem aus Vorarlberg stammenden Architekten, der mehrere Kirchen in der Region errichtet hatte. Das Kirchenschiff wurde 1787 geweiht, der Turm und der Chor entstanden später aufgrund finanzieller Auseinandersetzungen innerhalb der Gemeinde. Der Hochaltar wurde schließlich 1890 vom Offenburger Bildhauer Franz Josef Simmler geschaffen.
Stilistisch gilt die Kirche als Übergangsform zwischen spätbarockem und klassizistischem Baustil. Der Kirchturm erhebt sich in drei Geschossen über einem quadratischen Grundriss, gekrönt von einer Haube mit Laterne. Das Satteldach des rechteckigen Kirchenschiffs erstreckt sich über fünf Fensterachsen und verbindet sich mit dem steileren Dach des polygonal abgeschlossenen Chors. Im Innenraum überspannt ein abgeflachtes Tonnengewölbe das Langhaus, während der Chor von einer Apsiskalotte abgedeckt wird. Ornamente im Zopfstil und Deckengemälde von Hugo Huber aus Durbach schmücken den Innenraum.
Der Hochaltar zeigt zentral die Dreifaltigkeit, flankiert von Figuren des Landelin und des Sebastian. Ein weiterer Altar, aus dem Zweiten Weltkrieg stammend, wurde 1950 als Dank für das Verschonen des Dorfes errichtet und zeigt ein Marienbildnis von Paul Hirt. Die Kanzel aus dem Jahr 1787 ist die einzige erhaltene Inneneinrichtung der ursprünglichen Bauzeit. Die Kirche beherbergt zudem kunstvolle Stuckgirlanden und Gemälde, die sowohl religiöse als auch historische Motive vereinen.