Museum

Stauferstele

Bocksgasse 13, 73525 Schwäbisch Gmünd

Highlights

  • Die Stauferstele in Schwäbisch Gmünd markiert den historischen Kern der Stauferzeit mit romanischen Kirchenbauten wie der Johanniskirche (12.–13. Jh.).
  • Errichtet 2012 auf dem Johannisplatz, ist die Stele mobil – sie wurde bereits 2016 für Theateraufführungen versetzt.
  • Die Stele verbindet Staufer-Geschichte mit der romanischen Pfeilermadonna der Johanniskirche, die seit 1972 im Kircheninneren steht.

Tipps

  • Der Glockenturm neben der Stele stammt ursprünglich aus der Stauferzeit und diente als Wohnturm eines wohlhabenden Bürgers, was die regionale Baugeschichte veranschaulicht.

Eigenschaften

Bei Regen geeignet Bildung Kulturell Ganzjährig

Stauferstele Schwäbisch Gmünd – Kultur-Ausflug

Die Stauferstele in Schwäbisch Gmünd ist ein bedeutendes historisches Wahrzeichen, das die Verbindung der Stadt zur mächtigen Dynastie der Staufer symbolisiert. Auf dem Johannisplatz am ehemaligen Dominikanerkloster „Prediger“ steht sie als markanter Gedenkstein gegenüber der romanischen Johanniskirche, deren Ursprünge ebenfalls in die staufische Epoche zurückreichen. Die Stele erinnert an die Blütezeit Gmünds als Teil des Heiligen Römischen Reiches und an die prägende Rolle, die die Staufer für die Region spielten.

Der Standort der Stele ist eng mit der Geschichte der Stadt verbunden: Bereits im Jahr 1188 wurde Gmünd in einem Ehevertrag als „burgum Gemunde“ erwähnt, was auf eine bereits bestehende städtische Bedeutung hinweist. In dieser Zeit entstanden nicht nur die Johanniskirche und ihr Vorgängerbau des Heiligkreuzmünsters, sondern auch das Franziskanerkloster sowie das Frauenkloster Gotteszell. Die Stauferstele selbst wurde 2012 eingeweiht und steht als Denkmal für die kulturelle und politische Bedeutung der Region während der Herrschaft der Staufer.

Besonders auffällig ist die romanische Pfeilermadonna der Johanniskirche, die seit 1972 im Innenraum unter dem Chorbogen zu finden ist. Ursprünglich diente sie als Wappenvorlage für die Stadt und zeigt die enge Verbindung zur staufischen Kunst. Ein spätgotisches Relief erinnert zudem an die Überführung der Gebeine der Heiligen Drei Könige durch Friedrich I. Barbarossa im Jahr 1164, bei der Gmünd als Zwischenstation diente. Der romanische Turm der Johanniskirche, zwischen 1240 und 1250 erbaut, ist bis heute ein beeindruckendes Zeugnis dieser Epoche.

Ein besonderes Merkmal der Stauferstele ist ihre konstruktive Besonderheit: Sie ist so gestaltet, dass sie vollständig versetzt werden kann – eine Notwendigkeit, die sich etwa 2016 während der Aufführungen der „Staufersaga“ ergab. Der Glockenturm der Johanniskirche, ursprünglich ein romanischer Wohnturm eines wohlhabenden Gmünders, unterstreicht zudem die historische Kontinuität des Ortes. Die Stele selbst steht somit als Brücke zwischen Vergangenheit und Gegenwart, lädt zum Verweilen ein und bietet Einblicke in die reiche Geschichte Schwäbisch Gmünds.

Wer die Stauferstele besucht, kann nicht nur die historische Bedeutung des Ortes nachvollziehen, sondern auch die romanische Architektur der Johanniskirche erleben. Der Turm ist von Mai bis Oktober bestiegbar und gewährt einen Panoramablick über das historische Stadtzentrum. Die Stele selbst ist ein Symbol für die Verbundenheit Gmünds mit der Stauferzeit und ein wichtiger Bestandteil des kulturellen Erbes der Region.

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