St. Georg
Highlights
- 1997 erhielt die Kirche ihre originale gotische Turmspitze zurück – heute 38 Meter hoch – als Wahrzeichen Schwangaus.
Tipps
- Der barrierefreie Zugang ermöglicht Besuchern mit eingeschränkter Mobilität einen ungehinderten Eintritt in die Kirche.
- Die spätromanischen Umfassungsmauern veranschaulichen die historische Nutzung als Ritterburg vor der Umwidmung zur Kirche.
- Der gotische Flügelaltar und das Hochaltarbild des Kirchenpatrons zeigen stilistische Besonderheiten aus dem 19. Jahrhundert.
Eigenschaften
Kultur & Sakrales in St. Georg Schwangau
Die St. Ursprünglich als Stammsitz der Grafen von Schwangau genutzt, wurde der Bau im 12. Jahrhundert in eine Kirche umgewandelt und dem heiligen Georg, dem Drachenbekämpfer, geweiht. Die mächtigen, spätromanischen Mauern zeugen noch heute von dieser frühen Nutzung als Burg und verleiht dem Gotteshaus eine besondere Atmosphäre.
Ein schwerer Brand im 17. Jahrhundert zerstörte große Teile der Kirche, darunter den gotischen Flügelaltar, den Turm sowie das benachbarte Benefiziatenhaus. Im Zuge der Wiederherstellung entstand nicht nur eine neue, prächtige Ausstattung, sondern auch der Kreuzweg von Josef Anton Köpfle, einem bedeutenden Tiroler Maler. Das Hochaltarbild des Kirchenpatrons schuf Caspar Wiederhut, während die barocke Patrona Bavariae des Füssener Bildhauers Adam Bayrhoff das Langhaus ziert. Besonders sehenswert ist auch das Gnadenbild der Maria vom Guten Rat, eine Kopie des berühmten Genazzano-Bildes, das von Frater Coloman Gebler gestiftet wurde.
Ein markantes Merkmal der St. Georg-Kirche ist ihr schlanker Turm, der nach einer Restaurierung 1997 seine ursprüngliche gotische Turmspitze erhielt und heute stolze 38 Meter in den Himmel ragt. Die Kirche vereint so auf einzigartige Weise romanische Substanz mit barocker Pracht und ist ein zentraler Ort für Gläubige und Besucher gleichermaßen. Dank eines rollstuhlgerechten Parkplatzes ist sie zudem leicht zugänglich und ein beliebter Stopp für Kulturinteressierte in der malerischen Umgebung der Schwangauer Alpen.
Mit ihrem reichen künstlerischen Erbe und der tiefen Verbindung zur regionalen Geschichte ist St. Georg nicht nur ein sakraler Ort, sondern auch ein Spiegel der Entwicklung des Ortes selbst. Die Kirche lädt dazu ein, die Geschichte der Wittelsbacher und die handwerkliche Meisterschaft vergangener Epochen zu erleben – eingebettet in die unberührte Natur des Allgäus.