St. Michael (Schweickershausen)
Highlights
- Das Bauwerk ist ein barocker Chorturmkirchenbau mit bemerkenswerter Holzempore, Sakristei und einer Orgel aus den 1890ern.
- Nach einem Brand 1884 und mehreren Kriegen wurde die Kirche in den 1970er Jahren umfassend saniert und 1974 wiedereingeweiht.
Tipps
- Besuchen Sie die barocke Chorturmkirche St. Michael oberhalb des Ortes neben dem Schloss.
- Die Kirche verfügt über eine historische Orgel und einen ehemaligen Herrenstand im Westen.
- Der Turm bietet drei Geschosse mit Zwiebeln und eine Laterne als architektonischen Abschluss.
Eigenschaften
Ausflug Kultur Sakral St. Michael Schweickershausen
Die evangelisch-lutherische Kirche St. Michael in Schweickershausen im Landkreis Hildburghausen ist ein sakraler Ort von hoher historischer und architektonischer Bedeutung. Erhalten wurde das denkmalgeschützte Gotteshaus im Jahre 1747 und prägt seitdem maßgeblich das Ortsbild. Es thront erhaben auf einem Hügel direkt neben dem Schloss und überragt damit den Ort. Die Kirche ist sowohl wegen ihrer barocken Bauform als auch wegen ihrer stimmungsvollen Innenausstattung ein lohnendes Ausflugsziel für Kultur- und Kircheninteressierte.
Der Kirchenbau entstand auf Initiative der damaligen Schloss- und Rittergutsbesitzer vom Geschlecht Truchsess und folgt dem Typus der Chorturmkirche mit einem nach Osten eingezogenen, turmtragenden Chorraum. Im Inneren beeindruckt eine hölzerne, vierseitige Empore, die von dorischen Säulen getragen wird und durch ihre schlichte Eleganz den barocken Stil widerspiegelt. Ursprünglich verfügte die Kirche über eine bemalte Tonnendecke, die jedoch bei einem Brand durch einen Blitzeinschlag im Jahr 1884 verloren ging. Heute schmückt eine weiße Flachdecke den Innenraum und verleiht ihm eine klare, lichtdurchflutete Atmosphäre.
Auf der Ostseite befinden sich der Steinaltar, die Kanzel und die Orgel, die in den 1890er Jahren von Theodor Kühn aus Schmiedefeld erbaut wurde. Das Instrument verfügt über zehn Register auf zwei Manualen und Pedal und ist ein weiteres Zeugnis der handwerklichen Qualität jener Zeit. Der Chorraum beherbergt zudem eine Sakristei mit einem Grabstein aus dem 16. Jahrhundert. Über dem Chor erhebt sich ein dreigeschossiger Turm, gekrönt von zwei barocken, verschieferten Zwiebeln, einer Laterne, einem Turmknopf und einer Wetterfahne. Im Turm befinden sich heute drei Stahlglocken, da die ursprünglichen Bronzeglocken während der Weltkriege eingeschmolzen wurden.
Im Westen der Kirche ist unterhalb der Empore der ehemalige Herrenstand untergebracht, welcher mit Fenstern, Tür und einem Wappenstein aus dem Jahr der Kirchenweihe versehen wurde. Dieser Raum diente einst als beheizbare Winterkirche für die adelige Dorfherrschaft. Darunter liegt eine nicht begehbare Erbgruft der einstigen Besitzerfamilien. Die Kirche selbst wurde Anfang der 1970er Jahre umfassend restauriert und im Dezember 1974 feierlich wiedereingeweiht. In den folgenden Jahren erfolgten weitere Instandsetzungsmaßnahmen, darunter eine Neubeschieferung des Turms und eine neue Dacheindeckung.
Die Kirche St. Michael steht heute als Zeuge vergangener Epochen und als Ort der Ruhe und Besinnung im malerischen Schweickershausen. Ihre geschichtsträchtige Architektur, die liebevoll bewahrte Ausstattung und die idyllische Lage machen sie zu einem kulturellen Schatz im Landkreis Hildburghausen und zu einem empfehlenswerten Ziel für Besucher, die Architektur und Geschichte Thüringens auf spürbare Weise erfahren möchten.
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Häufige Fragen zu St. Michael (Schweickershausen)
Wann wurde die Kirche St. Michael in Schweickershausen geweiht?
Quelle: wikipedia
Was ist besonders am Kirchturm der St. Michael-Kirche?
Quelle: wikipedia
Welche Rolle spielt die Orgel in der Kirche?
Quelle: wikipedia
Gibt es bemerkenswerte Grabstellen in der Kirche?
Quelle: wikipedia