Rhein-Schauen Museum und Rheinbähnle
Highlights
- Die historischen Dampf- und Elektrolokomotiven fahren entlang des Naturschutzgebiets am Bodensee und bieten erlebnisreiche Fahrten.
- Trägerverein des Museums ist der Verein Rhein-Schauen, gegründet 1992 zur Feier der 100-Jahr-IRR-Jubiläumsausstellung.
Tipps
- Das Museum bietet Einblicke in die Rheinregulierung und Regionalgeschichte mit interaktiven Exponaten.
- Fahrten mit historischen Dampf- oder Elektrolokomotiven durch das Naturschutzgebiet am Bodensee sind besonders erlebnisreich.
- Kaffee und kleine Snacks können am Eingangsbereich genießt werden, ideal zur Besichtigungspause.
Eigenschaften
Über Rhein-Schauen Museum und Rheinbähnle
Das Rhein-Schauen Museum und Rheinbähnle in Lustenau verbindet auf eindrucksvolle Weise Geschichte, Technik und Naturerlebnis. Die Einrichtung liegt im Werkhof Lustenau und bietet Besucher:innen nicht nur ein Museum mit wechselnden und dauerhaften Ausstellungen, sondern auch die Möglichkeit, eine Fahrt mit historischen Lokomotiven zu unternehmen. Diese verkehren auf einer ehemaligen Dienstbahn der Internationalen Rheinregulierung (IRR), die seit 1892 für den Hochwasserschutz und die Verbauung des Alpenrheins zwischen Illmündung und Bodensee sorgt. Die Anlage dokumentiert über 120 Jahre gelebte Geschichte der Region und zeigt dabei auch aktuelle sowie zukünftige Entwicklungen rund um den Rhein.
Im Museum werden sowohl die technischen Errungenschaften als auch die kulturellen und ökologischen Aspekte der Rheinregulierung anschaulich vermittelt. Zu den Highlights zählen Exponate zur Fischwelt mit dem beliebten Fischtunnel, aber auch historische Dampf- und Elektrolokomotiven, die in den 1910er und 1940er Jahren gebaut wurden. Die Dampflokomotive „Maffei“ aus München sowie eine weitere Dampflok aus St. Gallen sind nach aufwendigen Restaurierungsarbeiten wieder betriebsfähig und fahren in der Saison auf der Strecke vom Werkhof Lustenau flussaufwärts bis nach Wiesenrain oder flussabwärts in Richtung Naturschutzgebiet. Die Strecke führt direkt an landschaftlich reizvollen Abschnitten entlang und bietet Fahrgästen ein unmittelbares Naturerlebnis.
Ein besonderer Reiz des Ortes liegt in der Verbindung von Industriekultur und regionaler Geschichte. Das Gelände, auf dem sich auch Teile eines ehemaligen Steinbruchs befinden, wurde in den vergangenen Jahren schrittweise zu einem kulturellen und touristischen Schwerpunkt weiterentwickelt. Neben dem Bahnbetrieb finden hier regelmäßig Sonderausstellungen statt, die sich mit Themen wie Flussbau, örtlicher Kunst oder historischen Durchstichen des Rheins beschäftigen. Ergänzt wird das Angebot durch Veranstaltungen der Internationalen Regierungskommission Alpenrhein (IRKA), die als Plattform für länderübergreifende Zusammenarbeit im Bereich Wasserwirtschaft dient.
Das Museum gilt bei Besucher:innen als informativ und abwechslungsreich. Viele loben die authentische Atmosphäre und die direkte Zugänglichkeit der Exponate. Auch das Ambiente rund um den Werkhof mit seiner historischen Bausubstanz trägt zum Gesamterlebnis bei. Im Eingangsbereich besteht zudem die Möglichkeit, Getränke und kleine Snacks zu genießen. Hinweise auf den genauen Fahrplan sind zwar nicht immer zentral auf der Website zu finden, dennoch berichten Gäste regelmäßig von positiven Erlebnissen mit den historischen Zügen, insbesondere wenn Dampfloks zum Einsatz kommen.