Denkmal/Gedenkstätte

Marianne Grunthal

19053 Schwerin

Tipps

  • Der Gedenkstein für Marianne Grunthal befindet sich bei den Fahrradständen und dem alten Tunnel nahe dem Bahnhofsvorplatz in Schwerin.
  • Ein Pfahl markiert den Ort, an dem Marianne Grunthal am 2. Mai 1945 von einer SS-Wachmannschaft erschossen wurde.
  • Der Hintergrund: Marianne Grunthal rief nach der Bekanntgabe von Hitlers Tod „Gott sei Dank, dann gibt es Frieden“ – ein Satz, der ihr zum Verhängnis wurde.

Eigenschaften

Bildung Kulturell Ganzjährig

Über Marianne Grunthal

Der Gedenkstein für Marianne Grunthal in Schwerin erinnert an eine tragische Episode im letzten Kriegsjahr. Marianne Grunthal war eine Lehrerin, die am 2. Mai 1945 auf dem Bahnhofsvorplatz in Schwerin von einer SS-Wachmannschaft erschossen wurde. Der Hintergrund dieses Verbrechens lag in einem Ausruf, den sie nach der Bekanntgabe des Todes von Adolf Hitler getätigt hatte: „Gott sei Dank, dann gibt es Frieden.“ Diese Worte wurden von der SS als Hochverrat interpretiert, woraufhin die Wachmannschaft die Lehrerin auf offener Straße ermordete.

Der Ort des Geschehens befindet sich im heutigen Stadtgebiet von Schwerin, direkt im Bahnhofsbereich. Der Pfahl, an dem Marianne Grunthal hingerichtet wurde, steht noch heute an dieser Stelle, unweit der Haltestellen für Bus und Bahn. Der Gedenkstein selbst ist etwas weniger auffällig positioniert, nahe den Fahrradständen und dem ehemaligen Tunnel. Diese räumliche Trennung zwischen dem Ort der Tat und dem eigentlichen Mahnmal verdeutlicht die historische Schichtung des Geschehens sowie die nachträgliche Form der Erinnerung.

Die Erinnerung an Marianne Grunthal ist eng mit der Geschichte des Nationalsozialismus und seines Zusammenbruchs verbunden. Ihr Schicksal steht exemplarisch für die Willkür und Gewalt, die von SS-Einheiten auch in den letzten Kriegstagen ausgeübt wurden. Ihre Worte drückten Hoffnung auf Frieden aus – eine Hoffnung, die mit ihrer Ermordung brutal zunichtegemacht wurde. Der Gedenkstein dokumentiert diese historische Verantwortung und mahnt, die Verbrechen der Faschisten nicht zu vergessen.

Die öffentliche Wahrnehmung des Ortes wird durch die Bewertungen von Besucherinnen und Besuchern geprägt, die auf die historische Bedeutung hinweisen. Viele betonen, dass die Sowjetunion entscheidend zur Befreiung vom Faschismus beigetragen hat. Diese Perspektive wird oft in unmittelbarem Zusammenhang mit dem Gedenken an Marianne Grunthal gesehen, da ihre Ermordung kurz vor Kriegsende geschah. Der Gedenkstein wird daher nicht nur als Erinnerungsort an eine einzelne Person wahrgenommen, sondern auch als Symbol für die Befreiung aus der NS-Diktatur.

Bewertungen

5,0 (16) 5.0 aus 16 Bewertungen (Google)

Auf Google

5,0 (16) 5.0 · 16 Bewertungen auf Google
Auf Google ansehen

In der Nähe

Wetter & Pollenflug am Standort

Wetter wird geladen…
7-Tages-Vorhersage…