Denkmal/Gedenkstätte

Torhaus Brünninghausen

Am Rombergpark 65, 44225 Hombruch

Highlights

  • Torhaus Brünninghausen ist das einzige erhaltene Gebäude des ehemaligen Schlosses Romberg.
  • Es diente im Zweiten Weltkrieg als wehrhaftes Bauwerk und war der Zugang zum Schlossgelände.
  • Das Torhaus steht heute im Rombergpark, einem über hundert Jahre alten botanischen Garten.

Tipps

  • Besucher des Torhaus Brünninghausen finden in der Nähe den Dortmunder Zoo, ideal für einen Tagesausflug in die Natur.
  • Der Stadtteil verfügt über eine Mischung aus Wohngebäuden und kleiner Hochhaussiedlung, was die Orientierung erleichtert.
  • Östlich des Torhaus liegt der Übergang zum Stadtteil Hacheney, geeignet für Spaziergänge entlang der Emscher.

Eigenschaften

Outdoor Entspannt Bildung Kulturell Ganzjährig

Über Torhaus Brünninghausen

Das Torhaus Brünninghausen ist eine historische Sehenswürdigkeit im Dortmunder Stadtteil Hombruch im Bundesland Nordrhein-Westfalen. Es liegt im südlichen Teil der Stadt, nahe dem Naherholungsgebiet um den Dortmunder Zoo. Der Stadtteil Brünninghausen grenzt im Norden an das Naturschutzgebiet Bolmke und die Emscher, im Westen an Renninghausen und Hombruch, im Süden an Kirchhörde und im Osten an Hacheney. Diese landschaftliche Einbettung prägte über Jahrhunderte das Bild des Gebiets und seiner Bauten.

Das Torhaus ist ein erhaltener Teil des ehemaligen Schlosses Brünninghausen, das später als Schloss Romberg bekannt wurde. Ursprünglich im Besitz des Adelsgeschlechts von Brünninghausen, wechselte das Anwesen im Laufe der Zeit mehrfach den Besitzer. Im 14. Jahrhundert errichtete die Familie Nordkerke eine Wasserburg, die später von den Herren von Romberg erweitert und umgebaut wurde. Im 19. Jahrhundert entstand ein klassizistisches Herrenhaus, in das der alte Eckturm aus dem Jahr 1571 integriert wurde. Während des Zweiten Weltkriegs wurde das Schloss weitgehend zerstört; lediglich das Torhaus sowie der Eiskeller blieben erhalten.

Das Torhaus diente einst als wehrhaftes Zugangsgebäude zum Schloss und markierte den Eingang zum späteren Rombergpark. Dieser botanische Garten wurde im Umfeld des Schlosses angelegt und zählt heute zu den ältesten Gärten der Region. Mit seinen über hundert Jahre alten Bäumen hat der Park den Krieg überdauert und bleibt ein geschichtsträchtiger Ort der Naherholung. Das Gelände wurde 1927 von der Stadt Dortmund übernommen und dient seitdem als öffentlicher Erholungsraum. Sowohl der Park als auch die erhaltenen Bausubstanz des Torhauses stehen unter Denkmalschutz.

Im Jahr 1938 wurde im Gelände des Rombergparks ein Feuersteinbeil aus der Steinzeit entdeckt, das heute im Museum für Kunst und Kulturgeschichte Dortmund aufbewahrt wird. Diese archäologische Fundstelle unterstreicht die langjährige Bedeutung des Areals nicht nur im Kontext der Ortsgeschichte, sondern auch im Hinblick auf frühe menschliche Siedlungsspuren in der Region. Das Torhaus selbst ist ein Zeugnis der architektonischen Entwicklung des Schlosses und bildet heute einen markanten Bestandteil des Denkmalkomplexes im Rombergpark.

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