Kirche St. Sebastian und St. Fabian
Highlights
- Die romanische St.-Sebastian-und-St.-Fabian-Kirche in Schwesing wurde um 1200 erbaut und ist ein geschütztes Kulturdenkmal.
- Der massive Feldsteinturm stammt aus dem 13. bis 14. Jahrhundert und wurde nach einem Brand 1616 im oberen Bereich aus Backsteinen ergänzt.
- Die Kirche beherbergt einen historischen Hauptaltar, der 1451 den Heiligen Fabian und Sebastian geweiht wurde, sowie weitere Sakralräume.
Eigenschaften
Ausflug Kirche St. Sebastian und St. Fabian in Schwesing
Die Kirche St. Sebastian und St. Fabian in Schwesing ist eine romanische Feldsteinkirche, die um das Jahr 1200 erbaut wurde und heute zu den bedeutenden Kulturdenkmälern Schleswig-Holsteins zählt. Sie liegt im nordfriesischen Kirchenkreis und gehört der evangelisch-lutherischen Kirchengemeinde Schwesing an. Die Kirche erhebt sich auf einer künstlichen Aufschüttung im moorigen Gelände und spiegelt damit die besondere Siedlungsgeschichte der Region wider. Ihre ursprüngliche Gründung wird in Volksüberlieferungen begründet, wonach der Bauort durch das Verhalten zweier Stiere bestimmt wurde.
Das Patrozinium der Kirche geht auf eine im Jahr 1451 datierte Weiheurkunde zurück, die den Altar den Märtyrern Sebastian und Fabian weihte. Ursprünglich als Kapelle errichtet, wurde das Gotteshaus im 15. Jahrhundert zur Pfarrkirche eines weitläufigen, damals dünn besiedelten Kirchspiels. Zu diesem zählten neben Schwesing auch die Gemeinden Wester- und Oster-Ohrstedt, Immenstedt, Ahrenviöl und Hochviöl. Der massive Feldsteinturm wurde erst einige Jahrhunderte später hinzugefügt und ist deutlich jünger als der Kirchenbau selbst. Nach einem Brand durch einen Blitzschlag im Jahr 1616 wurde der Turm im oberen Bereich mit Backsteinen ergänzt und mit einem achtseitigen Zeltdach versehen.
Die Architektur der Kirche zeigt deutliche romanische Züge: Das Langhaus mündet in einen geradlinig geschlossenen Chor im Osten, während der mächtige Turm im Westen die Breite des Kirchenschiffs einnimmt. Auffällig sind die zugemauerten romanischen Fenster an den Außenwänden sowie die ehemaligen Seiteneingänge. Im Innenraum verbindet ein Chorbogen das Langhaus mit dem Chor, dessen Zwickel mit Zickzackbändern bemalt sind – eine Rekonstruktion nach mittelalterlichen Vorbildern. Die offene Gestaltung des unteren Turmgeschosses trägt zur Akustik des Raumes bei, die von Besuchern regelmäßig als angenehm empfunden wird.
Die Innenausstattung wurde in den 1960er Jahren umfassend restauriert, wobei versucht wurde, den ursprünglichen mittelalterlichen Zustand wiederherzustellen. Dabei wurde unter anderem die Nordempore abgerissen, die zuvor mit Gemälden des Künstlers Carl Ludwig Jessen ausgestattet war. Zu den ältesten Erhaltungen gehört der romanische Granittaufstein, der weiterhin einen zentralen Platz in der Kirche einnimmt. Die Sakristei an der Südseite des Chors wurde später angebaut und dient heute der kirchlichen Nutzung. Die größte der drei Glocken kehrte nach dem Zweiten Weltkrieg unversehrt aus Hamburg zurück, wo sie zeitweise gelagert worden war.
Die Kirche St. Sebastian und St. Fabian steht heute im Zentrum des geistlichen Lebens der Gemeinde und wird regelmäßig für Gottesdienste, Taufen und Konfirmationen genutzt. Pfarrer Jürgen Kaphengst, der seit vielen Jahren die Kirchengemeinde leitet, wird in den Gemeindeberichten und Bewertungen als kompetent und freundlich beschrieben. Die kleine, aber liebevoll geführte Kirche begeistert Besucher durch ihre besondere Atmosphäre, ihre historische Ausstrahlung und ihre gute Akustik – trotz kleiner räumlicher Einschränkungen wie der engen Empore.
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Häufige Fragen zu Kirche St. Sebastian und St. Fabian
Wann wurde die Kirche St. Sebastian und St. Fabian in Schwesing erbaut?
Quelle: wikipedia
Welche Heiligen sind Schutzpatrone der Kirche in Schwesing?
Quelle: wikipedia
Ist die Kirche ein Denkmal?
Quelle: wikipedia
Wann finden Gottesdienste in der Kirche statt?
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Wie kann man Kontakt zur Kirchengemeinde aufnehmen?
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