Denkmal/Gedenkstätte

Burgenmuseum Eisenberg

Dorfstraße 12, 87637 Eisenberg-Zell

Highlights

  • Das Burgenmuseum Eisenberg wurde 1985 eröffnet und 2017 neu gestaltet.
  • Es zeigt Forschungsergebnisse zu den Burgen Eisenberg und Hohenfreyberg.
  • Die Ausstellung vermittelt Bau und Niedergang des Rittertums anschaulich.

Tipps

  • Das Burgenmuseum Eisenberg ist sehr kinderfreundlich gestaltet und eignet sich besonders für Familien mit Kindern.
  • Der Eintritt ist günstig und der Besuch lohnt sich besonders in Kombination mit einer Tour zu den nahegelegenen Burgruinen.
  • Ein informativer Film sowie ausgewählte Fundstücke vermitteln anschaulich die Geschichte der Burgen Eisenberg und Hohenfreyberg.

Eigenschaften

Bildung Kulturell Ganzjährig

Über Burgenmuseum Eisenberg

Das Burgenmuseum Eisenberg befindet sich im bayerischen Eisenberg-Zell und widmet sich der Geschichte der nahegelegenen Burgen Eisenberg und Hohenfreyberg. Es wurde 1985 eröffnet und im Jahr 2017 nach modernen museumspädagogischen Standards neu gestaltet. Die Präsentation erfolgt in fünf Themenräumen sowie einem Medienraum, in dem unter anderem ein informativer Film zu den Burgen gezeigt wird. Die Ausstellung zeigt ausgewählte Funde aus archäologischen Grabungen sowie bildhafte Inszenierungen, die den Aufstieg und Niedergang der Burgen und des Rittertums anschaulich darstellen. Besondere Aufmerksamkeit erhalten dabei auch jüngere Besucher durch spezielle Kinder-Stationen.

Die Burg Eisenberg wurde erstmals urkundlich erwähnt und war im Besitz des westallgäuischen Adelsgeschlechts von Hohenegg. Im Verlauf ihrer wechselvollen Geschichte geriet die Anlage mehrfach in militärische Auseinandersetzungen, wurde im Bauernkrieg beschädigt und später im Zuge des Dreißigjährigen Krieges niedergebrannt. Danach verfiel sie weitgehend. Erst ab 1980 gelang es dem örtlichen Burgenverein, das Gemäuer vor dem endgültigen Verfall zu bewahren. Die gleichnamige Burg Hohenfreyberg, nur wenige hundert Meter entfernt, entstand später im mittelalterlichen Stil und gilt heute als eine der letzten Burgneubauten dieser Zeit. Auch sie wurde im Laufe der Geschichte mehrfach umgebaut, militärisch genutzt und schließlich im Jahr 1646 durch die Tiroler Landesregierung in Brand gesetzt.

Das Museum vermittelt nicht nur Einblicke in die Baugeschichte und Funktion der Burgen, sondern auch in das Leben der damaligen Bewohner sowie die politischen und militärischen Zusammenhänge der Region. Die Ausstellung wird durch fachkundige Beratung der Landesstelle für nichtstaatliche Museen in Bayern begleitet. Mit einem Eintrittspreis von 2,50 Euro pro Person ist der Besuch kostengünstig. Kinder unter 14 Jahren haben freien Eintritt. Das Museum ist besonders für Familien mit Kindern geeignet und kann ideal mit einer Wanderung zu den Burgruinen oder einem Abstecher zur Schlossbergalm verbunden werden. Die nahegelegenen Ruinen bieten zudem einen malerischen Ausblick und laden zu einer anschließenden Erkundung ein.

Die Burgen Eisenberg und Hohenfreyberg stehen in enger Verbindung zur regionalen Geschichte und bilden zusammen mit weiteren Burgen im Allgäu ein Netzwerk mittelalterlicher Bauten. In diesem Kontext wird auch eine Burgenpartnerschaft mit dem angrenzenden Außerfern gepflegt, die den Erhalt und die Erforschung der Anlagen fördert. Das Burgenmuseum Eisenberg fungiert dabei als zentraler Informationspunkt und vermittelt sowohl für Einzelbesucher als auch für Gruppen einen fundierten Einblick in die Vergangenheit der beidseitigen Burgenlandschaft.

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