St. Johannes Baptist
Highlights
- Die Pfarrkirche St. Johannes Baptist in Leuterschach wurde 1692/93 erbaut und ist unter Denkmalschutz.
- Der Kirchturm wurde 1727/28 nach Plänen von Johann Georg Fischer erneuert.
- Im Innenraum befinden sich Stuckarbeiten von Abraham Baader und Fresken von Matthias Wolcker und Johannes Zick.
Tipps
- Die barocke Pfarrkirche St. Johannes Baptist in Marktoberdorf-Leuterschach ist für ihre kunstvolle Stuckdecke und wertvolle Gemälde bekannt.
- Der Kirchturm mit Zwiebelhaube ist bereits von weitem sichtbar und wurde 1727/28 nach Plänen von Johann Georg Fischer erneuert.
- Innenräume bieten einen sehenswerten Hochaltar sowie Fresken von Johannes Zick im Langhaus und Matthäus Wolcker im Chor.
Eigenschaften
Über St. Johannes Baptist
Die römisch-katholische Pfarrkirche St. Johannes Baptist befindet sich in Leuterschach, einem Gemeindeteil der Stadt Marktoberdorf im Landkreis Ostallgäu in Bayern. Das denkmalgeschützte Gotteshaus ist eines der bedeutenden sakralen Baudenkmäler der Region und zählt zur Pfarreiengemeinschaft Marktoberdorf. Die Kirche wurde erstmals um die Wende vom 17. zum 18. Jahrhundert erbaut, wobei Teile des spätmittelalterlichen Vorgängerbaus mit einbezogen wurden. Später wurde der Kirchturm nach Plänen von Johann Georg Fischer umgestaltet und erhielt ein markantes achteckiges Obergeschoss sowie eine Zwiebelhaube, die ihn bis heute zu einem weithin sichtbaren Wahrzeichen macht.
Das Innere der Kirche überzeugt durch eine kunstvolle barocke Ausstattung, die zeitgleich mit der Bauzeit entstand. Die Stuckarbeiten stammen von Abraham Baader, einem renommierten Künstler aus Wessobrunn. Die Decke des Langhauses ist mit einer Hohlkehle versehen, während der Chor von einem Stichkappengewölbe überspannt wird. Die Fresken im Chor und in der Sakristei wurden von Matthias Wolcker geschaffen, im Langhaus sind sie dem Maler Johannes Zick zugeschrieben. Der Hochaltar, ein Werk aus der Bauzeit der Kirche, wird von den Figuren des heiligen Ulrich von Augsburg und des Nikolaus von Myra flankiert. Das zentrale Altarblatt zeigt den Patron der Kirche, Johannes den Täufer, und stammt von Johann Nepomuk Eberle. Ein weiteres bemerkenswertes Bildnis, das des Franz von Assisi, wird dem Künstler Johann Heel zugeordnet.
Die Kirche St. Johannes Baptist ist nicht nur ein Ort des Gottesdienstes, sondern auch ein kulturelles Zentrum mit einer reichen Geschichte. Sie beherbergt mehrere Glocken im Glockenstuhl des Turms und dient als Ausgangspunkt für verschiedene kirchliche Veranstaltungen, darunter Bergmessen und Rosenkranzgebete. Die Sakristei an der Nordwand des Chors unterstreicht die architektonische Struktur des Bauwerks und zeugt von der sorgfältigen Planung der ursprünglichen Bauphase. Die Pfarrkirche ist in der Liste der Baudenkmäler in Marktoberdorf verzeichnet und genießt damit einen besonderen Schutzstatus.
Die Kirche steht im Zentrum des Gemeindelebens von Leuterschach und wird von der Pfarreiengemeinschaft aktiv genutzt. Neben den regelmäßigen Gottesdiensten dient sie als Ort der Ruhe und Besinnung. Viele Besucher berichten von der besonderen Atmosphäre, die das Gotteshaus ausstrahlt und die zum Verweilen einlädt. Die kunstvolle Innenausstattung sowie die harmonische Architektur machen die Kirche St. Johannes Baptist zu einem sehenswerten Beispiel barocker Sakralbaukunst im bayerischen Allgäu.