Schloß Hoym
Highlights
- Die Schloß Hoym Stiftung bietet Betreuung für Menschen mit geistigen und mehrfachen Behinderungen.
- Das Angebot umfasst eine pädagogisch fundierte Betreuung, ein Pflegeheim sowie eine Jugendwohngruppe.
- Im April 1878 wurde im Schloss Hoym eine Landes-Siechenanstalt durch Diakonissinnen eröffnet.
Tipps
- Die Anlage dient als Betreuungseinrichtung für erwachsene Menschen mit geistigen und mehrfachen Behinderungen.
- Das Gelände umfasst neben der Stiftung auch ein spezialisiertes Pflegeheim sowie eine Kinder- und Jugendwohngruppe.
Eigenschaften
Kulturausflug zum Schloß Hoym in Seeland
Das Schloß Hoym in Seeland ist ein Ort mit einer vielschichtigen und bewegten Geschichte, der heute als Stiftung eine wichtige soziale Funktion erfüllt. In der Gegenwart bietet die Einrichtung erwachsenen Menschen mit geistigen und mehrfachen Behinderungen eine herzliche, fachgerechte sowie pädagogisch-psychologisch fundierte Betreuung. Das Angebot wird durch eine spezialisierte kleine Pflegeeinrichtung sowie eine Kinder- und Jugendwohngruppe ergänzt, wobei die Eingliederungshilfe darauf abzielt, den Bewohnern eine möglichst unabhängige Teilnahme am gesellschaftlichen Leben zu ermöglichen. Kirchliche Feste und Feiertage sind dabei feste Bestandteile des Stiftungslebens.
Die historische Bedeutung des Schlosses wird durch prominente Persönlichkeiten unterstrichen. So wirkte hier unter anderem Wilhelm von Kügelgen, der später als Schriftsteller weithin bekannt wurde und als herzoglicher Hofmaler in Diensten des Hofes stand.
Im Laufe der Zeit wandelte sich die Nutzung des Komplexes grundlegend. Es wurde eine Landes-Siechenanstalt eröffnet, die durch Diakonissinnen betrieben wurde. Diese Einrichtung setzte sich aus dem Landeshospital und dem Blödenasyl zusammen, welche unter einer gemeinsamen Verwaltung standen. In dieser Zeit wurden bereits frühe Medien zur therapeutischen Unterstützung eingesetzt, etwa durch Filmvorführungen und die Nutzung des Radios.
Die Geschichte des Standorts weist jedoch auch dunkle Kapitel auf. Seit den 1940er Jahren setzte in Hoym die Vernichtung von Menschen ein, die zuvor nicht psychiatrisiert waren. In späteren Jahrzehnten war die Einrichtung mit einer stark steigenden Belegung konfrontiert, wobei die Anzahl der Plätze kontinuierlich anstieg, während der verfügbare Raum kaum erweitert wurde. Dies erschwerte die Umsetzung von Konzepten zur Individualisierung, Aktivierung und Reintegration der Bewohner.