Kirche/Kloster

St.-Knud-Kirche

Am Fürstenburgwall 15, 25840 Friedrichstadt

Highlights

  • Die St.-Knud-Kirche in Friedrichstadt ist seit 2017 als Kulturdenkmal geschützt.
  • Sie war die erste katholische Gemeinde in Schleswig-Holstein nach der Reformation.
  • Der Backsteinbau wurde 2003 profaniert und gehört heute zur Pfarrei St. Knud in Husum.

Tipps

  • Die St.-Knud-Kirche in Friedrichstadt ist ein neugotischer Backsteinbau ohne Turm und seit 2017 Kulturdenkmal.
  • Der Innenraum der Kirche lädt zur Besinnung und Stille ein, unweit der Innenstadt gelegen.
  • Ein Besuch lohnt sich besonders für Interessierte der Regionalgeschichte und kirchlichen Architektur.

Eigenschaften

Entspannt Kulturell Ganzjährig

Über St.-Knud-Kirche

Die St.-Knud-Kirche in Friedrichstadt ist eine römisch-katholische Kirche und seit 2017 als Kulturdenkmal unter Denkmalschutz gestellt. Sie beherbergte einst die erste katholische Gemeinde in Schleswig-Holstein nach der Reformation. Die Kirche ist nach dem dänischen König Knud benannt, der im 11. Jahrhundert regierte und später heiliggesprochen wurde. Der Backsteinbau im neugotischen Stil verzichtet auf einen Turm und wurde 2003 profaniert. Heute gehört sie zu den Filialkirchen der Pfarrei St. Knud in Husum.

Die Geschichte der Kirche beginnt im Jahr 1625, als sich die ersten Katholiken in der Toleranzstadt Friedrichstadt niederlassen durften. Anfänglich fanden Gottesdienste in einem privaten Gebäude statt, da der Bau einer eigenen Kirche nicht erlaubt war. Erst 1846 entstand auf einem von der Schiffergilde erworbenen Grundstück ein erster Kirchenbau, der jedoch aufgrund von Baufehlern bereits 1849 wieder abgerissen werden musste. Ein zweiter Bau aus dem Jahr 1854 nach Entwürfen eines Flensburger Architekten blieb erhalten und bildete fortan den Mittelpunkt des kirchlichen Lebens der katholischen Gemeinde in der Region.

Mit der Zeit verlor die Kirche zunehmend an Bedeutung gegenüber der Christkönig-Kirche in Husum, wodurch der kirchliche Schwerpunkt in diese Stadt verlagert wurde. Aufgrund hoher Unterhaltungskosten und finanzieller Engpässe plante das Erzbistum Hamburg 2003 die Umwandlung des Gebäudes in ein Museum. Nach einer offiziellen Entscheidung wurde die Kirche profaniert, blieb jedoch erhalten. Ein Kuratorium beschloss später eine komplette Neugestaltung durch den Künstler Otmar Alt, was jedoch auf Widerstand der Gemeindemitglieder stieß und letztendlich scheiterte.

Die St.-Knud-Kirche liegt etwas abseits des historischen Stadtkerns von Friedrichstadt und lädt mit ihrem schlichten, dennoch warmen Innenraum zu Besuchen ein. Im Gegensatz zu prunkvollen katholischen Kirchen wirkt der Innenraum eher gemütlich und einladend. Die Kirche gilt heute als Zeugnis einer wichtigen Phase der religiösen Geschichte in Schleswig-Holstein und zieht Besucher durch ihre historische wie architektonische Besonderheit an. Mit einem Durchschnitt von 4,6 von 5 Sternen bei über 30 Bewertungen wird der Ort auch heute noch als sehenswert und empfehlenswert wahrgenommen.

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