Jüdisches Kriegerdenkmal (Marktbreit)
Highlights
- Das Jüdische Kriegerdenkmal in Marktbreit erinnert an jüdische Soldaten, die im Ersten Weltkrieg fielen.
- Es steht an der Stelle der profanierten Synagoge in der Schustergasse und ist ein geschütztes Kulturdenkmal.
- Auf dem Denkmal sind die Namen und Lebensdaten der gefallenen Gemeindemitglieder in deutscher und hebräischer Schrift verzeichnet.
Tipps
- Das Jüdische Kriegerdenkmal in Marktbreit befindet sich in der Schustergasse direkt bei der profanierten Synagoge.
- Das Denkmal erinnert an die jüdischen Gemeindemitglieder, die im Ersten Weltkrieg gefallen sind und trägt ihre Namen.
- In der Nähe des Denkmals lohnt sich ein Besuch des historischen Städtchens und kulinarische Spezialitäten wie ein regionaler Döner.
Eigenschaften
Über Jüdisches Kriegerdenkmal (Marktbreit)
Das Jüdische Kriegerdenkmal in Marktbreit erinnert an die jüdischen Gemeindemitglieder, die während des Ersten Weltkriegs ihr Leben ließen. Es steht in der Schustergasse unweit der ehemaligen Synagoge, die heute profaniert ist. Das Denkmal ist ein geschütztes Kulturdenkmal und zählt zu den bedeutsamen Zeugnissen jüdischer Geschichte in der Region. Es wurde im Anschluss an den Ersten Weltkrieg errichtet und würdigt die Opfer des Krieges aus der jüdischen Bevölkerung der Stadt.
Die Gestaltung des Denkmals vereint deutsche und jüdische Traditionen. Auf einer steinernen Tafel sind sowohl die bürgerlichen als auch die hebräischen Namen der Gefallenen verzeichnet. Darüber hinaus trägt das Denkmal eine Widmung in deutscher und hebräischer Sprache. Diese hebt das Gedenken an diejenigen hervor, die „im Kriege 1914–1918“ fielen. Biblische Zitate unterstreichen den ehrenden Charakter der Inschrift. Die Nennung konkreter Todesdaten und Orte verdeutlicht das Schicksal der Einzelnen, darunter Soldaten verschiedener militärischer Ränge, die an unterschiedlichen Fronten und in Lazaretten ihr Leben verloren.
Die Erinnerungsstätte befindet sich im bayerischen Landkreis Kitzingen und ist Teil der reichhaltigen Kulturgeschichte Unterfrankens. Sie dokumentiert die Integration jüdischer Bürger in das gesellschaftliche und militärische Leben des Deutschen Reichs zu Beginn des 20. Jahrhunderts. Die Niederschrift der Namen und Lebensdaten dient nicht nur der Erinnerung, sondern ist auch ein Zeugnis der lokalen Gemeindegeschichte. Die profanierte Synagoge, die unmittelbar in der Nähe des Denkmals lag, unterstreicht die historische Bedeutung dieses Ortes für die jüdische Gemeinschaft in Marktbreit.
Das Denkmal wird als Kulturdenkmal gepflegt und genießt öffentliche Wertschätzung. Es ist sowohl für die lokale Bevölkerung als auch für Besucher ein Ort des Gedenkens. Die Umgebung des Denkmals präsentiert sich ruhig und gepflegt. Die dahinterliegende Kirche, welche sich derzeit in Renovierung befindet, trägt zur städtebaulichen Eigenart des Ortes bei. Marktbreit selbst wird von Gästen als nettes Städtchen wahrgenommen, das einen Besuch wert ist.