Parks & Gärten

KGV "Heimatfrieden" Sehnde e.V.

Chausseestraße, 31319 Sehnde

Highlights

  • KGV 'Heimatfrieden' Sehnde e.V. – seit 1948 aktiver Kleingärtnerverein mit fast 80 Unterpächtern auf 82 Parzellen.
  • 1972 erbautes Vereinsheim als zentraler Treffpunkt für Mitgliederversammlungen, Verwaltung und Gemeinschaftsaktivitäten.
  • Mitgliederzahl seit 1954 stabil bei etwa 100 Personen, verbunden mit langjähriger Tradition und regionaler Vernetzung.

Tipps

  • Der Zugang zum Gelände erfolgt über einen markierten Weg, der auch mit Fahrrädern oder Kinderwagen befahrbar ist.
  • Einige Parzellen verfügen über einfache Sitzgelegenheiten, die zum Verweilen oder zur Erholung genutzt werden können.
  • Die Anlage bietet eine historische Atmosphäre mit traditionellen Kleingärten, die seit den 1950er-Jahren bewirtschaftet werden.

Eigenschaften

Outdoor Familie Entspannt Ganzjährig

Naturpark-Ausflug KGV „Heimatfrieden“ Sehnde

Der KGV „Heimatfrieden“ Sehnde e.V. ist ein historischer Kleingärtnerverein mit tiefen Wurzeln in der Region Sehnde. Gegründet wurde der Verein bereits 1948 – nur wenige Jahre nach dem Zweiten Weltkrieg und kurz vor der Währungsreform – als Zusammenschluss von Gartenbegeisterten, die nach einer Möglichkeit suchten, sich in der Nachkriegszeit selbst zu versorgen. Ursprünglich umfasste die Kolonie 82 Parzellen, die auf einem bis dahin landwirtschaftlich genutzten Gelände angelegt wurden. Trotz anfänglicher Widerstände, etwa durch lokale Bauern oder Grundstücksbesitzer, gelang es den Mitgliedern, sich durchzusetzen und eine stabile Gemeinschaft aufzubauen.

Ein zentraler Meilenstein war die Errichtung eines eigenen Vereinsheims im Jahr 1972, das als Versammlungsort, Büro und Lager für Werkzeuge diente. Die Finanzierung erfolgte durch Spenden der Kali-Chemie, die bereits 1956 eine Baracke überließ und später weitere Mittel für den Ausbau bereitstellte. Das Gebäude sollte den Bedürfnissen der Mitglieder gerecht werden – mit Räumen für Verwaltung, Festlichkeiten und die Aufbewahrung von Gartengeräten. Die Kolonie entwickelte sich zu einem lebendigen Zentrum des Gemeinschaftslebens, geprägt von gemeinsamen Aktivitäten wie Weihnachtsfeiern, Tombolas oder dem traditionellen „Tanz in den Mai“, der später durch das „Maischoppen“ ersetzt wurde.

Die Parzellen selbst sind für heutige Verhältnisse besonders groß und bieten den Gärtnern ausreichend Raum für den Anbau von Gemüse, Obst und Blumen. Über die Jahrzehnte hinweg blieb die Mitgliederzahl stabil bei etwa 100 Personen, was von einer festen Verbundenheit mit dem Verein zeugt. Trotz Herausforderungen wie Entwässerungsproblemen oder steigenden Pachtkosten – etwa durch Erhöhungen in den 1990er-Jahren – gelang es dem Verein, seine Strukturen zu erhalten und weiterzuentwickeln. Heute ist der „Heimatfrieden“ nicht nur ein Ort der Erholung, sondern auch ein Stück lokaler Geschichte, das die Tradition des Kleingärtnerns in Sehnde lebendig hält.

Der Verein steht für ein aktives Miteinander und die Pflege der Natur – sei es durch den Anbau von regionalem Gemüse oder durch gemeinsame Projekte wie den Bau und Unterhalt des Vereinsheims. Die Kolonie bietet zudem einen Rückzugsort für Naturliebhaber und alle, die Wert auf nachhaltiges Gärtnern legen. Mit seiner langjährigen Tradition und dem Engagement der Mitglieder bleibt der KGV „Heimatfrieden“ ein wichtiger Bestandteil des kulturellen Lebens in Sehnde.

Besonders die Verbindung von Handwerk, Gemeinschaft und ökologischem Bewusstsein macht den Verein zu einem einzigartigen Ausflugsziel. Ob zum Gärtnern, für einen Spaziergang durch die grünen Flächen oder zum Besuch der Vereinsveranstaltungen – der „Heimatfrieden“ lädt alle Naturfreunde ein, einen Teil der regionalen Geschichte zu erleben und die Freuden des eigenen Anbaus zu genießen.

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