St. Andreas Kirche
Highlights
- Die evangelische Stadtkirche St. Andreas in Selb ist eine neugotische Basilika aus dem 19. Jahrhundert.
- Das Bauwerk wurde 1859 nach Plänen von August von Voit an gleicher Stelle wie die gotische Vorgängerkirche errichtet.
- Die Kirche verfügt über ein markantes 48 Meter hohes Kirchturm und einen eingezogenen Chor mit Fünfachtelschluss.
Tipps
- Die Stadtkirche St. Andreas in Selb liegt zentral im historischen Ortskern und ist gut zu Fuß erreichbar.
- Bei Turmbesteigung während besonderer Veranstaltungen wie dem Porzellanflohmarkt eröffnet sich ein schöner Blick über die Stadt.
- Die neugotische Basilika mit ihrer klaren Innenraumgestaltung und der historischen Orgel lädt zur Besichtigung ein.
Eigenschaften
Über St. Andreas Kirche
Die evangelische Stadtkirche St. Andreas in Selb im Landkreis Wunsiedel im Fichtelgebirge ist eine neugotische Basilika und zentraler sakraler Ort der Stadt. Sie steht mittig auf einem erhöhten, nicht eingefriedeten Grundstück im historischen Ortskern und ist über die Pfarrstraße gut erreichbar. Die Kirche gehört zur Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern und liegt im Kirchenkreis Bayreuth.
Die Geschichte der Kirche reicht in das Mittelalter zurück. Bereits im Jahr 1310 wurde eine Filialkirche urkundlich erwähnt. Im 15. Jahrhundert entstand eine gotische Stadtkirche, die später in die Reformation einbezogen wurde. Nach einem verheerenden Stadtbrand wurde das Gotteshaus neu erbaut. Der Neubau erfolgte nach Plänen des Münchner Architekten August von Voit und wurde an gleicher Stelle errichtet. Die Kirchweihe fand einige Jahre später statt.
Das Gebäude besteht überwiegend aus Mauerstein, der später verputzt wurde. Architektonisch zeigt es Merkmale des Neugotischen Stils: Ein eingezogener Chor mit Fünfachtelschluss, ein sieben Joch langes Basiliken-Schiff sowie reich gegliederte Außenwände mit Spitzbogenfenstern, Strebepfeilern und Maßwerk. Der 48 Meter hohe Kirchturm erhebt sich an der Nordwestecke des Langhauses. Er ist über eine Pforte zugänglich und bietet bei einer Bestigung einen weiten Blick über Selb. Die Turmuhr und der achteckige Helm mit Kreuz beenden den schlanken Bau harmonisch.
Im Inneren überzeugt die Kirche durch eine zurückhaltende, dennoch wertvolle Ausstattung. Der aus Sandstein gefertigte Altar trägt ein Altarretabel des Nürnberger Kunstmalers Julius Mebold. Die Orgel gilt als besonders sehenswert und bereichert den Innenraum mit ihrer klanglichen und optischen Präsenz. Die Gestaltung des Kirchenraums wirkt nicht überladen und vermittelt eine mittelalterliche Atmosphäre, die von Besucherinnen und Besuchern geschätzt wird.