Denkmal/Gedenkstätte

Obertor

97412 Schweinfurt

Highlights

  • Das Obertor war einst das sturmerprobteste Stadttor Schweinfurts und wurde 1872 abgerissen.
  • Es gab ein inneres und ein äußeres Obertor, beide lagen am höchsten Punkt der Altstadt.
  • Heute bezeichnet 'Obertor' einen Verkehrsknotenpunkt nördlich des ehemaligen Tores.

Tipps

  • Das Obertor befindet sich historisch am Nordende des Kornmarkts und markiert den ehemaligen nördlichen Abschluss der Altstadt.
  • Heute ist an der Stelle des ehemaligen äußeren Obertors die Obertorkreuzung, ein zentraler Verkehrsknotenpunkt in Schweinfurt.
  • In der Nähe des ehemaligen inneren Obertors, am Südende des Kornmarkts, sind die Fundamente des Tores archäologisch nachgewiesen.

Eigenschaften

Bildung Kulturell Ganzjährig

Kulturdenkmal Obertor Schweinfurt Ausflug

Das Obertor in Schweinfurt ist ein historischer Verkehrsknotenpunkt und ehemaliges Stadttor, das heute als wichtiger Bezugspunkt im Stadtbild gilt. Ursprünglich gab es zwei Obertore – ein inneres und ein äußeres –, die jeweils den nördlichen Abschluss der Stadtmauern bildeten. Der Name leitet sich davon ab, dass sich beide Tore am höchsten Punkt der damaligen Altstadt befanden. Während das innere Obertor bereits im 16. Jahrhundert zerstört wurde, blieb das äußere Obertor bis ins 19. Jahrhundert erhalten, ehe auch dieses abgebrochen wurde.

Das äußere Obertor stand am Nordende des Kornmarkts und bildete den Abschluss des historischen Stadtkerns in Richtung der alten Landstraße nach Meiningen und Coburg. Es war nicht nur ein stadtbildprägendes Bauwerk, sondern auch ein strategisch bedeutendes Tor. Im Laufe der Geschichte wurde es mehrfach zerstört und wieder aufgebaut. So wurde es unter anderem während eines Krieges im 16. Jahrhundert beschädigt, später von schwedischen Truppen im 17. Jahrhundert durchschossen und danach wieder rekonstruiert. Besonders bemerkenswert ist, dass nach einem Wiederaufbau die Außenseite des Tores mit dem Wappen des schwedischen Generalfeldmarschalls Wrangel und der Königin Christina verziert wurde.

Im 18. Jahrhundert erhielt das Obertor weitere Verbesserungen, darunter eine steinerne Brücke über den Stadtgraben sowie eine Glocke im Turm. Doch mit dem fortschreitenden Verkehrsaufkommen und der Industrialisierung verlor das Tor schließlich seine Funktion. Im Jahr 1872 wurde der Torturm schließlich abgebrochen. Die steinerne Brücke verschwand bei der späteren Geländeebnung für die Errichtung der Obertorkreuzung. Heute erinnert lediglich eine historische Abbildung am ehemaligen Standort sowie eine Darstellung am Haus der Gaststätte Obertor in der Bauerngasse an das ehemalige Stadttor.

Obwohl das Bauwerk nicht mehr steht, bleibt das Obertor ein symbolischer Teil der Schweinfurter Geschichte. Es repräsentiert die Bedeutung der Stadt als ehemalige Reichsstadt mit einer befestigten Altstadt und festigt ihren kulturellen Erbe. Die Bezeichnung „Obertor“ lebt heute auch im Namen der nahen Obertorkreuzung weiter, die den Verkehrsknotenpunkt nördlich der Innenstadt beschreibt. Als Zeugnis vergangener Epochen zieht das Obertor weiterhin das Interesse von Geschichtsinteressierten und Stadtforschern an.

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Häufige Fragen zu Obertor

Was ist das Obertor in Schweinfurt?
Das Obertor war einst eines der Stadttore Schweinfurts und bezeichnet heute einen Verkehrsknotenpunkt am Nordende des Kornmarkts. Ursprünglich gab es ein inneres und ein äußeres Obertor. Stand Juni 2026.

Quelle: wikipedia

Wo lag das äußere Obertor in Schweinfurt?
Das äußere Obertor lag am nördlichen Abschluss des Kornmarkts, in Höhe des heutigen Hauses Kornmarkt 17, und markierte den Beginn der alten Landstraße nach Meiningen und Coburg. Stand Juni 2026.

Quelle: wikipedia

Warum hieß das Obertor so?
Der Name 'Obertor' leitet sich davon ab, dass es jeweils am höchsten Punkt der Altstadt vor und nach der Stadterweiterung lag. Stand Juni 2026.

Quelle: wikipedia

Wann wurde das Obertor zerstört?
Das innere Obertor wurde 1554 zerstört. Das äußere Obertor wurde 1872 im Zuge der Industrialisierung abgebrochen. Stand Juni 2026.

Quelle: wikipedia

Was geschah mit dem Obertor während des Dreißigjährigen Kriegs?
Während des Dreißigjährigen Kriegs wurde der Turm des äußeren Obertors 1647 von schwedischen Truppen durchlöchert und 1648 wieder aufgebaut, wobei Steine der Bartholomäuskirche verwendet wurden. Stand Juni 2026.

Quelle: wikipedia