1914-1918/1939-1945
Highlights
- Groß Luckow gehörte 1914-1918 und 1939-1945 zum Kreis Prenzlau in der Uckermark.
- 1945 wurde das Gebiet durch die Rote Armee besetzt und später in der DDR dem Landkreis Prenzlau zugeordnet.
- 1950 wechselte Groß Luckow vom Kreis Prenzlau in den neu gebildeten Kreis Pasewalk.
Tipps
- Besuchen Sie den ehemaligen Friedhof des 363. IR in Groß Luckow als Ort der Besinnung und Gedenken an die gefallenen Soldaten aus dem Ersten Weltkrieg.
- Informieren Sie sich vor Ort über die historische Bedeutung des Ortes und seine Rolle im Kontext der Kriegsgeschichte der Region Uckermark.
- Achten Sie bei Besuchen auf den Respekt gegenüber den Grabstätten und tragen Sie durch ruhiges Verhalten zur angemessenen Atmosphäre des Gedenkortes bei.
Eigenschaften
Über 1914-1918/1939-1945
Der Gedenkort mit der Bezeichnung „1914–1918/1939–1945“ in Groß Luckow erinnert an die Opfer beider Weltkriege und stellt einen zentralen Ort der Erinnerung im Gemeindegebiet dar. Die Gemarkung Groß Luckow lag bis 1950 im Landkreis Prenzlau, ehe sie in den Kreis Pasewalk und später in den heutigen Landkreis Vorpommern-Greifswald überging. Der Ort selbst ist eng mit der militärischen Geschichte der Region verbunden, insbesondere mit dem 363. Infanterie-Regiment, das zeitweise im Ersten Weltkrieg hier stationiert war.
Der ehemalige Friedhof des 363. Infanterie-Regiments dient heute als Gedenkstätte. Mehrere hundert Soldaten sollen hier während der Kämpfe zwischen 1914 und 1916 begraben worden sein. Der Friedhof gilt als Ort der Besinnung, an dem die Opfer des Krieges in stiller Erinnerung bewahrt werden. Die genaue Anzahl der Bestattungen sowie weitere Einzelheiten zur Geschichte des Friedhofs sind heute nur noch schwer zu rekonstruieren, dennoch bleibt die Stelle ein markanter Bezugspunkt zur Militärgeschichte der Region.
Die Gemeinde Groß Luckow selbst war bis 1945 Teil des preußischen Kreises Prenzlau, der zur Provinz Brandenburg gehörte. Im Zuge der Gebietsreformen nach 1945 und 1950 wurde Groß Luckow schließlich in den Kreis Pasewalk eingegliedert, der später in den heutigen Landkreis Vorpommern-Greifswald überging. Diese Verwaltungswechsel spiegeln die bewegte Geschichte der Region wider, die sowohl von preußischer als auch von sowjetischer Einflussnahme geprägt war.
Der Gedenkort liegt abseits der bebauten Ortschaft und ist über Wege erreichbar, die sich durch landschaftlich geprägtes Uckermärkisches Flachland ziehen. Die umliegende Landschaft ist typisch für die Region und wird durch sanfte Hügel, Wälder und zahlreiche Gewässer geprägt. Wanderwege führen durch das nahegelegene Naturgebiet und bieten die Möglichkeit, den Ort in einem ruhigen, natürlichen Rahmen zu erreichen. Die friedliche Umgebung unterstreicht die Bedeutung des Ortes als Stätte der Erinnerung und des Gedenkens.