Aktives Museum Südwestfalen
Highlights
- Das Aktive Museum Südwestfalen nutzt einen 1940 auf den Grundmauern der 1938 zerstörten Synagoge errichteten Luftschutzbunker als Gedenk- und Lernort.
- Aktuelle Ausstellungen und Workshops thematisieren gesellschaftliche Werte und NS-Geschichte – inklusive eines 2024 neu eröffneten Synagogen-Modells.
- Forschungsbasierte Publikationen entstehen in Kooperation mit der Universität Siegen und vertiefen historische und zeitgenössische Bezüge.
Tipps
- Der Eintritt erfolgt kostenfrei, sodass alle Interessierten unabhängig vom Budget Zugang zu den Ausstellungen erhalten.
- Die Dauerausstellung verbindet historische Fakten mit gesellschaftlichen Themen und fördert eine kritische Auseinandersetzung mit lokaler NS-Geschichte.
Eigenschaften
Kultur-Ausflug: Aktives Museum Südwestfalen Siegen
Das Aktive Museum Südwestfalen in Siegen ist ein bedeutender Lern- und Dokumentationsort, der sich mit der regionalen Geschichte und gesellschaftlichen Verantwortung auseinandersetzt. Gehoused in einem 1940 errichteten Luftschutzbunker, der auf den Grundmauern der 1938 zerstörten Siegener Synagoge entstand, verbindet das Museum Geschichte mit zeitgemäßer Aufarbeitung. Der Ort steht symbolisch für die Erinnerung an die NS-Opfer und dient als Ort der Reflexion über Werte und Zusammenleben in der heutigen Gesellschaft.
Im Mittelpunkt der Ausstellung stehen nicht nur historische Fakten, sondern auch interaktive Formate wie Führungen und Workshops, die Besucher:innen zum Mitdenken und Diskutieren anregen. Ein besonderes Highlight ist das originale Synagogen-Modell, das 2024 nach langer Abwesenheit wieder im Museum präsentiert wurde und die Architektur des Gebäudes vor seiner Zerstörung zeigt.
Das Aktive Museum Südwestfalen arbeitet eng mit lokalen und wissenschaftlichen Partnern zusammen, etwa der Universität Siegen, um aktuelle Forschungsergebnisse in die Ausstellungen einzubeziehen. Eine eigene Publikation, die 2023 erstmals seit Jahren wieder erschien, vertieft die Themen und bietet Einblicke in die historische und gesellschaftliche Dimension des Ortes. Durch die Verbindung von Vergangenheit und Gegenwart wird das Museum zu einem Ort der Begegnung und des Lernens – nicht nur für die Region, sondern für alle, die sich für die Aufarbeitung von Geschichte und die Gestaltung einer offenen Gesellschaft interessieren.
Besucher:innen können hier nicht nur die Spuren der NS-Zeit nachvollziehen, sondern auch aktuelle Debatten über Erinnerungskultur, Toleranz und demokratische Werte mitgestalten. Das Museum zeigt damit, wie Geschichte lebendig bleibt und als Grundlage für ein bewussteres Miteinander dient. Besonders die Sonderausstellungen, wie die aktuelle Präsentation zur Synagoge, laden dazu ein, sich mit der eigenen Region und ihren historischen Wurzeln auseinanderzusetzen.
Das Aktive Museum Südwestfalen ist damit mehr als eine Ausstellung – es ist ein Ort der Begegnung, der zum Nachdenken anregt und die Bedeutung von Erinnerungskultur für die Zukunft betont. Durch seine einzigartige Lage auf den Fundamenten der ehemaligen Synagoge wird die Geschichte der Stadt lebendig und wird zum Ausgangspunkt für gesellschaftliche Reflexion. Ideal für Kulturinteressierte, Geschichtsbegeisterte und alle, die sich für eine offene und weltoffene Gesellschaft einsetzen.