Schlackenhalde Monte Schlacko
Highlights
- Der Monte Schlacko ist eine 373,8 Meter hohe, künstlich aufgeschüttete Schlackenhalde in Geisweid, Siegen.
- Er gilt als Wahrzeichen von Geisweid und ist Teil eines Naturschutzgebiets mit seltenen Tier- und Pflanzenarten.
- Die Halde entstand durch Abkippen von Schlacke der ehemaligen Bremer Hütte und ähnelt durch seine Kegelform dem Mount Fuji.
Tipps
- Einkehrmöglichkeiten in der Nähe des Monte Schlacko sind im Stadtteil Geisweid sowie in Siegen-Mitte vorhanden.
- Der Monte Schlacko ist über einen Pfad vom Gerhart-Hauptmann-Weg aus erreichbar, allerdings ist dieser seit 2021 teilweise nicht mehr zugänglich.
- Parkplätze direkt am Gipfel gibt es nicht, die Anreise sollte mit öffentlichen Verkehrsmitteln oder Fahrrad erfolgen.
Eigenschaften
Über Schlackenhalde Monte Schlacko
Die Schlackenhalde Monte Schlacko ist eine im Volksmund auch als „Fujijama“ bekannte Erhebung im Siegener Stadtteil Geisweid und zählt zu den markantesten künstlichen Hügeln der Region. Mit einer Höhe von 373,8 Metern über NHN entstand der Berg durch jahrzehntelanges Aufschütten von Hüttenrückständen der ehemaligen Bremer Hütte. Aufgrund seiner kegelförmigen Gestalt ähnelt er dem japanischen Vulkan Fujiyama, was ihm seinen Spitznamen einbrachte. Heute gilt der Monte Schlacko als Wahrzeichen von Geisweid und höchster Punkt innerhalb der Stadt Siegen.
Geographisch liegt der Monte Schlacko nördlich des Siegener Stadtzentrums und grenzt an die Gemarkung von Weidenau. Die Landschaft fällt in Richtung Sieg und Ferndorf ab, während im Norden das Tal der Setze zu finden ist. Auf dem Gelände befindet sich ein Naturschutzgebiet, das 2008 ausgewiesen wurde und rund 13 Hektar umfasst. Es schützt insbesondere seltene Lebensräume auf den metallhaltigen Böden der Halde sowie wertvolle Sukzessionswälder in der Umgebung. Teilweise sind hier sogenannte Schutthaldenvegetationen sowie Birken- und Eichenmischwälder zu finden, die für gefährdete Tier- und Pflanzenarten Lebensraum bieten.
Die Geschichte des Monte Schlacko ist eng verbunden mit der Stahlindustrie der Region. Während des Betriebs der Bremer Hütte wurde die Schlacke über eine Seilbahn zur Halde transportiert. Jahrzehntelang wuchs so der künstliche Berg zu seiner heutigen Größe. Einige Reste der Seilbahninfrastruktur sind noch heute sichtbar. Obwohl der Berg 2012 kurzzeitig unter Denkmalschutz gestellt wurde, entschied ein Gericht 2014 aufgrund wirtschaftlicher Interessen des Unternehmens, diesen wieder aufzuheben.
Heute dient der Monte Schlacko nicht nur als Naturschutzfläche, sondern auch als beliebtes Ausflugsziel. Wanderwege führen auf den Gipfel, von dem aus ein beeindruckender Blick über das Hüttental, Geisweid und bis nach Kreuztal und Siegen möglich ist. Die bewaldete Südseite kontrastiert mit der kargen Nordseite, die aufgrund der Bodenbeschaffenheit nur spärlich bewachsen ist. Diese Besonderheit macht den Monte Schlacko zu einem interessanten Beispiel für ökologische Entwicklung auf industriell geprägten Flächen.
Trotz der ehemaligen industriellen Nutzung ist die Halde heute ein wertvoller Bestandteil des landschaftlichen und ökologischen Gefüges von Siegen. Die fehlenden Parkplätze auf dem Gipfel sorgen dafür, dass der Anstieg zu Fuß erfolgen muss, was den Charakter eines Naturerlebnisweges unterstreicht. Besucher schätzen den Ausblick, die Ruhe und die besondere Atmosphäre dieses ehemals industriellen, heute naturnahen Ortes.