Kirche/Kloster

St. Marien

Hans-Böckler-Platz 12, 57078 Siegen-Geisweid

Highlights

  • St. Marien in Siegen-Geisweid wurde 1896 als Joseph-Kirche unter Pfarrer Villis erbaut und 1967 zur heutigen Marienkirche erweitert.
  • Die Kirche besitzt eine 1941 von der Orgelbaufirma Klais gebaute Orgel mit 14 Registern und ist rollstuhlgerecht zugänglich.
  • Nach 2016 erfolgte eine Neuordnung des Pastoralraums mit baulichen Anpassungen, wobei der linke Flügel des Erzengel-Michael-Flügels nicht restauriert wurde.

Tipps

  • Ein rollstuhlgerechter Zugang ermöglicht Besuchern mit Mobilitätseinschränkungen den barrierefreien Eintritt in die Kirche.
  • Der historische linke Flügel des Erzengel-Michael-Flügels über dem Hauptportal zeigt bewusst erhaltene Spuren vergangener Bauphasen.
  • Die Orgel der Kirche, erbaut 1941 von der renommierten Firma Klais, verfügt über 14 Register und prägt den akustischen Raum.

Eigenschaften

Entspannt Kulturell Ganzjährig

Kirchenbesuch St. Marien Siegen-Geisweid

Die katholische Kirche St. Marien in Siegen-Geisweid ist ein bedeutendes sakrales Bauwerk im Herzen des Hütten­tals und ein zentraler Ort für die lokale Gemeinde. Ursprünglich als Filialkirche unter dem Namen „Joseph“ in Wei­den­au errichtet, entwickelte sich der Gottes­dienstort im Laufe der Zeit zu einem festen Ankerpunkt für die katholischen Christen der Region. Besonders seit der Eröffnung der Kapellen­schule 1860 fanden hier regelmäßig Sonn­tags­gottes­dienste statt, die von Priestern der Pfarr­ge­mein­de St. Marien in Siegen geleitet wurden.

Die heutige Kirche entstand im Kontext des wachsenden Bedarfs: Schon 1896 initiierte das Bistum Paderborn eine Sonder­kollek­te für die Pfarr­ge­mein­de Wei­den­au, um den spirituellen Bedürfnissen der immer zahlreicheren Gläubigen gerecht zu werden. Der Bau der heutigen St. Marien folgte später, wobei die Kirche bewusst in traditionellen sakralen Formen gestaltet wurde – ein Zeugnis für die tiefe Verbindung zur regionalen Bau­kultur. Besonders auffällig ist der linke Flügel des Erzengel-Michael-Flügels über dem Haupt­portal, der bewusst nicht restauriert wurde, um an die historische Substanz zu erinnern.

Ein Juwel der Kirche ist die Orgel, erbaut 1941 von der renommierten Bonner Firma Johannes Klais. Mit 14 Registern verkörpert sie nicht nur handwerkliche Meisterschaft, sondern auch die musikalische Tradition, die bis heute die Gottes­dienste prägt. Die Kirche ist zudem ein Ort der Begegnung: Seit ihrer Einbindung in den Pastoralen Verbund Hütten­tal-Freu­den­berg im Jahr 2002 fördert sie das gemeinsame Leben verschiedener Gemein­de­gruppen – von Familien bis zu Vereinen – und bleibt ein Ort der Verbundenheit.

Mit einer herausragenden Bewertung von 4,8 Sternen (basierend auf 21 Bewertungen) gilt St. Marien nicht nur als spiritueller Mittelpunkt, sondern auch als barrierefreier Ort: Der rollstuhlgerechte Zugang und Parkplatz machen sie für alle Besucher zugänglich. Die Kirche bewahrt damit nicht nur architektonisches und musikalisches Erbe, sondern steht auch für eine offene, inklusive Gemeindepraxis, die sich stets weiterentwickelt – etwa durch Überlegungen zur Neu­gestaltung im Rahmen der Pastoralen Raumnutzung.

Als prägender Sakralbau in Siegen-Geisweid verbindet St. Marien Geschichte mit Gegenwart: Ob durch die bewusste Aufarbeitung vergangener Bauphasen oder die lebendige Gegenwart des Gemeindelebens – die Kirche bleibt ein Ort der Andacht, des Feierns und des Miteinanders, der tief in das kulturelle Gefüge der Region verwurzelt ist.

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