Denkmal/Gedenkstätte

Greifenbrunnen

Markt 6, 17389 Anklam

Highlights

  • Der Greifenbrunnen in Anklam ist ein historischer Brunnen mit rollstuhlgerechtem Zugang und Parkplatz, der die Stadtgeschichte prägt.
  • Der Brunnen liegt zentral und verbindet sich mit der Backsteingotik-Tradition der Hansestadt, die seit dem 13. Jahrhundert urkundlich belegt ist.
  • Als Teil der mittelalterlichen Infrastruktur diente der Brunnen der Versorgung der dicht bebauten Altstadt, die bereits um 1400 voll ausgebaut war.

Tipps

  • Ein rollstuhlgerechter Parkplatz befindet sich in unmittelbarer Nähe des Greifenbrunnens, sodass der Zugang ohne Hindernisse möglich wird.
  • Der Brunnen ist Teil der historischen Altstadt und verbindet sich thematisch mit der regionalen Backsteingotik sowie der hansischen Tradition Anklams.

Eigenschaften

Bildung Kulturell Ganzjährig

Kulturdenkmal Greifenbrunnen Anklam entdecken

Der Greifenbrunnen in Anklam ist ein historisches Wahrzeichen der Stadt und ein prägendes Element des städtischen Raums. Als Brunnenanlage verkörpert er nicht nur die Wasserversorgung vergangener Zeiten, sondern auch den kulturellen Reichtum der Region. Besonders bemerkenswert ist seine Verbindung zur mittelalterlichen Stadtgeschichte, in der Brunnen nicht nur lebensnotwendige Funktion hatten, sondern auch als soziale Treffpunkte und Symbole städtischen Zusammenhalts dienten.

Anklam, erstmals 1243 urkundlich erwähnt, entwickelte sich als planmäßig angelegte Hansestadt mit einem schachbrettartigen Grundriss. Der Greifenbrunnen steht dabei im Kontext dieser frühen Siedlungsstruktur, die durch deutsche Siedler geprägt wurde. Die Stadt war von Beginn an von Backsteingotik und Backsteinarchitektur geprägt – ein Stil, der sich auch in der Gestaltung des Brunnens widerspiegelt. Obwohl der Brunnen heute nicht mehr aktiv genutzt wird, zeugt seine Existenz von der Bedeutung von Wasserquellen für die mittelalterliche Stadtentwicklung.

Der Brunnen wurde bei Straßenbauarbeiten 2001 wiederentdeckt und restauriert, was seine historische Bedeutung für die Stadtgeschichte unterstrich. Als Teil des kulturellen Erbes Anklams steht er in der Tradition anderer bedeutender POIs wie dem Steintor, der Marienkirche oder der Nikolaikirche, die alle Zeugnisse der hansischen Zeit und der Backsteingotik sind. Besonders die Nikolaikirche, einst Wahrzeichen der Stadt, unterstreicht den reichen historischen Hintergrund, in dem der Greifenbrunnen eingebettet ist.

Der Greifenbrunnen ist zudem ein Beispiel für die barrierefreie Gestaltung historischer Stätten in Anklam. Laut Quellenangaben verfügt er über einen rollstuhlgerechten Zugang sowie einen rollstuhlgerechten Parkplatz, was ihn zu einem inklusiven Ausflugsziel macht. Seine Lage inmitten der Altstadt lädt Besucher ein, die historische Atmosphäre der Stadt zu erleben – von den mittelalterlichen Backsteingebäuden bis zu den Spuren der Hansezeit.

Für Kulturinteressierte und Geschichtsbegeisterte ist der Greifenbrunnen ein faszinierender Ort, um die Verbindung zwischen Alltagsleben und städtischer Identität zu verstehen. Zusammen mit anderen POIs wie dem Gotischen Giebelhaus oder dem Heimatmuseum im Steintor bietet er Einblicke in die wechselvolle Vergangenheit Anklams – von der Gründung als Vorburgsiedlung bis zur Blütezeit als Hansestadt. Ein Besuch am Greifenbrunnen ist somit nicht nur ein Blick auf ein historisches Bauwerk, sondern ein Eintauchen in die lebendige Geschichte Vorpommerns.

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