Parks & Gärten

Kalltal und Nebentäler

Mestrenger Mühle 998, 52393 Hürtgenwald

Highlights

  • Das Naturschutzgebiet Kalltal und Nebentäler liegt im Kreis Düren und umfasst drei Teilflächen entlang der Kall.
  • Geschützt werden naturnahe Fließgewässer, Erlen-Auwald, Feuchtgrünland und seltene Tier- und Pflanzenarten.
  • Das Gebiet ist Teil des Biotopverbundes in der Rureifel und wurde 1998 unter der Kennung DN-046 ausgewiesen.

Tipps

  • Wandern entlang der Kall bietet schöne Naturerlebnisse mit informativen Tafeln zur Geschichte der Region.
  • Das Naturschutzgebiet ist ideal für Spaziergänge bei angenehmen Temperaturen, besonders im Erlen-Auwald.
  • Achten Sie auf seltene Pflanzen wie Lungenenzian und Beinbrech entlang der renaturierten Flussabschnitte.

Eigenschaften

Outdoor Familie Entspannt Ganzjährig

Über Kalltal und Nebentäler

Das Naturschutzgebiet „Kalltal und Nebentäler“ befindet sich im Hürtgenwald im Kreis Düren, Nordrhein-Westfalen. Es erstreckt sich entlang des Kallflusses und seiner Nebenbäche südwestlich der Stadt Nideggen und östlich des Ortsteils Simonskall. Das 1998 unter Naturschutz gestellte Gebiet umfasst drei Teilflächen und erstreckt sich über eine Fläche von rund 138,6 Hektar. Schutzziel ist die Erhaltung naturnaher Fließgewässerabschnitte mit begleitenden Erlen-Auwäldern, Feuchtgrünlandflächen und Quellbereichen.

Die Kall durchfließt das Tal als nahezu unverbauter Mittelgebirgsfluss mit natürlichen Laufkrümmungen, unterschiedlichen Strömungsgeschwindigkeiten und steinig-kiesigen Sohlenstrukturen. Ihre Ufer werden überwiegend von naturnahen Galeriewäldern gesäumt, während im weiteren Auenbereich Wiesen, Weiden sowie Feucht- und Magergrünland vorherrschen. Auch die Nebenbäche wie Huschelsbach, Kumbach und Drovenbach verfügen über naturnahe Abschnitte mit schmalen Talauen und Grünländern. Diese Bereiche bieten Lebensraum für verschiedene nach der Roten Liste gefährdete Arten, darunter die Lungenenzian und das Beinbrech.

Die steilen Hänge des Kalltales sind größtenteils mit Fichtenforsten bestockt, während kleinflächig auch Buchen- und andere Laubwaldflächen vorkommen. Im Zuge des Naturschutzes wird angestrebt, nicht-native Fichtenbestände zurückzuführen und durch naturnahe Laubgehölze zu ersetzen. Auch die Erhaltung der natürlichen Überschwemmungsdynamik ist ein zentrales Schutzziel, da diese für den Erhalt der Erlen-Auwälder unerlässlich ist. Das Gebiet ist Teil eines größeren Biotopverbundes in der Rureifel und steht in ökologischer Verbindung zu weiteren Naturschutzgebieten im Kreis Düren sowie angrenzend im Kreis Aachen.

Das Kalltal und seine Nebentäler bieten aufgrund ihrer unberührten Natur und ihrer landschaftlichen Vielfalt gute Voraussetzungen für Wanderungen und Spaziergänge. Die Region wird von Besucherinnen und Besuchern als ruhige und schöne Gegend zum Verweilen und Naturbeobachten wahrgenommen. Informative Schilder entlang der Wege vermitteln Einblicke in die ökologische und historische Bedeutung des Gebiets. Die Kombination aus naturnaher Flusslandschaft, Wald und offenen Grünflächen macht das Gebiet zu einem lohnenswerten Ausflugsziel in der Region.

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