Parks & Gärten

Klafter- und Fringsklafterbachtal

52152 Simmerath

Highlights

  • Das Naturschutzgebiet Klafter- und Fringsklafterbachtal liegt in Simmerath und schützt quelltypische Lebensräume.
  • Es beherbergt gefährdete Pflanzen- und Tierarten sowie naturnahe Bachabschnitte und Quellbereiche.
  • Geplant ist der Umbau von Fichten- zu Laubbäumen zur Förderung der Biodiversität.

Tipps

  • Das Gelände ist gut zu Fuß zu erkunden, geeignete Wanderwege führen durch das Tal.
  • Aufgrund der naturnahen Bachabschnitte und Quellbereiche ist das Gebiet besonders nass – festes Schuhwerk wird empfohlen.
  • Das Vorhandensein gefährdeter Arten macht es ratsam, die Wege und Rastflächen zu nutzen und das Gelände außerhalb dieser Bereiche nicht zu betreten.

Eigenschaften

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Über Klafter- und Fringsklafterbachtal

Das Klafter- und Fringsklafterbachtal ist ein Naturschutzgebiet im Gemeindegebiet von Simmerath und gehört damit zur Städteregion Aachen in Nordrhein-Westfalen. Es liegt in unmittelbarer Nähe des Ortes Simonskall. Das rund 6,9 Hektar große Schutzgebiet umfasst die Quellbereiche des Klafterbaches sowie naturnahe Abschnitte beider Bäche, die in das Kall-Talsystem eingebunden sind.

Im Gebiet dominieren Quellsümpfe mit charakteristischer Milzkrautflur sowie Feucht- und Nassgrünlandbiotope. Die Bäche verlaufen größtenteils unverbaut und naturnah, flankiert von quelltypischer Vegetation. Im westlichen Teil durchfließen sie Fichtenforste, während im Osten ein holunderreicher Vorwald die Ufer prägt. Auch natürliche Felsbildungen sind im Gelände vorhanden. Diese Strukturen tragen zur Ausbildung eines vielfältigen Biotopverbundes bei und bieten Lebensräume für verschiedene nach der Roten Liste Nordrhein-Westfalens gefährdete Arten.

Zu den im Biotopkataster erfassten, geschützten Biotoptypen zählen unter anderem Quellen, naturnahe Bachabschnitte sowie Nass- und Feuchtgrünland. Pflanzenarten wie Gegenblättriges Milzkraut, Fieberklee, Echtes Mädesüss, Sumpf-Veilchen und Trauben-Holunder finden hier geeignete Lebensbedingungen. Neben Pflanzen sind auch Moose, Pilze und tierische Arten Bestandteil der schutzwürdigen Lebensgemeinschaften. Im Zuge von Erhaltungsmaßnahmen ist eine Umstellung der Fichtenbestände hin zu naturnahen Laubwaldflächen geplant, um die ökologische Wertigkeit des Gebiets langfristig zu sichern.

Das Schutzziel des Naturschutzgebietes besteht im Erhalt und in der Verbesserung der Lebensräume seltener Arten sowie im Schutz und in der Pflege der natürlichen Biotopkomplexe. Besonderes Augenmerk liegt auf der Erhaltung der Quellbereiche und der naturnahen Bächse, die als Refugialräume innerhalb der regionalen Flusslandschaft fungieren. Das Klafter- und Fringsklafterbachtal ist Teil eines größeren Biotopverbundes und trägt somit zur ökologischen Vernetzung im Kall-Einzugsgebiet bei.

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