Denkmal/Gedenkstätte

Priestergräber

52152 Simmerath

Highlights

  • Die Kriegsgräberstätte in Simmerath-Rurberg beherbergt 2.322 sowjetische Kriegstote.
  • Die Toten stammen aus Kriegsgefangenschaft und Zwangsarbeit in der Region sowie aus Bombenangriffen.
  • Die Gräber sind mit kyrillischer Schrift beschriftet, die Ehrenstätte wurde 1961 eingeweiht.

Tipps

  • Gepäck sollte nicht auf Gräbern abgestellt werden, um die Stelen nicht zu beschädigen.
  • Kinder sollten begleitet werden, da das Gelände uneben ist und Grabsteine niedrig stehen.
  • Ein Besuch lohnt sich besonders für historisch Interessierte, die sich über sowjetische Kriegsgräber informieren möchten.

Eigenschaften

Bildung Kulturell Ganzjährig

Kulturdenkmal Priestergräber in Simmerath entdecken

Die Priestergräber in Simmerath sind eine bedeutende Kriegsgräberstätte und zählen zu den größten sowjetischen Ehrenfriedhöfen in Nordrhein-Westfalen. Mit einer Gesamtbelegung von über 2.300 sowjetischen Kriegsopfern, darunter Männer, Frauen und Kinder, ist die Stätte ein eindrucksvolles Zeugnis der Kriegsgeschichte des Zweiten Weltkriegs im ehemaligen Kampfgebiet um die Eifel. Die Toten stammen aus verschiedenen Lagern, Zwangsarbeitsplätzen und wurden nach Bombenangriffen oder Fluchtversuchen getötet. Die überwiegende Mehrheit der Verstorbenen ist namentlich nicht identifizierbar und ruht in anonymen Gruppenbestattungen.

Die Anlage wurde in den Jahren 1959 bis 1961 errichtet und liegt auf der Höhe 503, direkt am ehemaligen Schlachtfeld um Rurberg. Sie wurde bewusst als Ort der Versöhnung konzipiert und steht unter Obhut der Gemeinde Simmerath sowie unter der Trägerschaft des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge. Die Gräber sind in Einzel- und Doppelgräbern angeordnet, gekennzeichnet durch schlichte Steinstelen mit Inschriften in kyrillischer Schrift. Besonders berührend ist die Erinnerung an die zahlreichen Kinder, die hier ein Grab fanden, darunter Säuglinge und kleine Kinder, die während der Kriegszeit in der Region starben.

Die Gedenkstätte vermittelt durch ihre ruhige, gepflegte Atmosphäre und die einfühlsame Gestaltung einen tiefen Eindruck. Informative Tafeln am Eingang erläutern die historischen Hintergründe und ermöglichen Besuchern einen Einblick in die tragische Schicksäle der hier begrabenen Menschen. Die Architektur des Friedhofseingangs wurde 1993 mit dem Architekturpreis der Stadt Aachen ausgezeichnet. Die Weihe des Friedhofs im Jahr 1961 erfolgte durch Vertreter der russisch-orthodoxen Kirche und wurde als Versuch verstanden, deutsche und russische Erinnerungskultur in einer gemeinsamen Trauer zu vereinen.

Die Priestergräber gelten als kultureller und historischer Ausflugsziel erster Güteklasse, wie auch die hohe Bewertung von 4,80 von 5 Sternen bei zahlreichen Besucher:innen zeigt. Besonders geschätzt wird die sorgfältige Pflege der Anlage sowie die würdevolle Gestaltung des Gedenkortes. Motorradfahrer:innen nutzen den gut ausgebauten Parkplatz gerne für eine kurze Rast, während andere den Ort bewusst als Ort des Gedenkens und der Reflexion aufsuchen. Die Stätte lädt dazu ein, innezuhalten und den Opfern des Krieges zu gedenken – fernab von Politik, in stiller Würdigung derer, die ihr Leben verloren.

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Häufige Fragen zu Priestergräber

Wo befindet sich die sowjetische Kriegsgräberstätte in Simmerath?
Die Kriegsgräberstätte liegt in Simmerath-Rurberg, zwischen Rur- und Urft-Stausee, östlich vom Hohen Venn. Stand Juni 2026.

Quelle: website

Wie viele Tote ruhen in der Kriegsgräberstätte Rurberg?
Insgesamt ruhen hier 2.322 sowjetische Kriegstote, darunter Männer, Frauen und Kinder. Stand Juni 2026.

Quelle: website

Wann wurde die Kriegsgräberstätte Rurberg eingeweiht?
Die Ehrenstätte wurde am 2. Juli 1961 durch den Innenminister von NRW eingeweiht. Stand Juni 2026.

Quelle: website

Welche Besonderheiten hat die Gestaltung der Gräber?
Die Gräber sind mit Steinstelen gekennzeichnet, in kyrillischer Schrift sind die Daten der Toten eingemeißelt. Stand Juni 2026.

Quelle: website

Gibt es auch Kinder auf dem Friedhof?
Ja, es sind mehrere Kinder bestattet, darunter Bronislaw Budas, der nur ein Jahr alt war. Stand Juni 2026.

Quelle: website