Denkmal/Gedenkstätte

Hilla von Rebay Haus

Emmendinger Str. 11, 79331 Teningen

Highlights

  • 1939 gründete Hilla von Rebay in Teningen das erste Museum für nichtgegenständliche Kunst im alten Autohaus.
  • 2003 wurde das Museum im Elternhaus von Hilla von Rebay als Dauerausstellung im Erdgeschoss eröffnet.
  • Der Förderverein Hilla von Rebay übernimmt seit 2012 die Betreuung der Sammlung und des Hauses.

Tipps

  • Die Dauerausstellung befindet sich im Erdgeschoss des historischen Wohnhauses von Hilla von Rebay und zeigt Werke der nichtgegenständlichen Kunst.
  • Ein Förderverein übernimmt seit 2012 die Verantwortung für die Sammlung und den Erhalt des Hauses sowie die Organisation von Ausstellungen.
  • Dokumentationen zur Geschichte der Sammlung und der Künstlerin sind im Museumshaus erhältlich und bieten Einblicke in die Entstehungsgeschichte der Ausstellungen.

Eigenschaften

Bildung Kulturell Ganzjährig

Hilla-von-Rebay-Haus Teningen Kulturdenkmal

Das Hilla von Rebay Haus in Teningen ist ein bedeutendes Kulturdenkmal und Museum, das eng mit der Geschichte der modernen Kunst verbunden ist. Die Sammlung geht auf die kuratorische Tätigkeit der Künstlerin und Kunstsammlerin Hilla von Rebay zurück, die in den 1920er-Jahren gemeinsam mit ihrem Ehemann, dem Industriellen Solomon R. Guggenheim, eine der ersten und bedeutendsten Sammlungen nicht-gegenständlicher Kunst aufbaute. Die Werke von Künstlern wie Paul Klee, Wassily Kandinsky, Franz Marc und anderen prägten damals die Avantgarde und fanden in Teningen ihren ersten öffentlichen Raum.

Die Anfänge der Ausstellung liegen im Teninger Rathaus, wo bereits eine erste Präsentation der Sammlung stattfand. Später initiierten die Lehrerinnen Marta Putz und Brigitte Scheelen den Aufbau einer dauerhaften Schau, die schließlich im Elternhaus von Hilla von Rebay untergebracht wurde. Das Gebäude, das einst ihr Zuhause war, beherbergt heute eine kleine, aber feine Auswahl der Sammlung und dient als Ort der künstlerischen Auseinandersetzung. Besonders hervorgehoben werden dabei Werke der frühen Moderne, die den Weg für die Guggenheim Foundation ebneten.

Seit 2003 ist das Haus als Museum zugänglich und bietet Einblicke in das Leben und Wirken von Hilla von Rebay, deren Engagement für die Avantgarde-Kunst bis heute nachwirkt. Der 2012 gegründete Förderverein sorgt seitdem für die Bewahrung der Sammlung und die Organisation von Sonderausstellungen, die regelmäßig wechseln. Dazu zählen thematische Schauen wie die Präsentation von Rudolf Bauer, die das künstlerische Erbe der Region und darüber hinaus würdigen. Dokumentationen und Publikationen ergänzen das Angebot und ermöglichen Besuchern, sich vertieft mit der Geschichte der Sammlung auseinanderzusetzen.

Das Rebay Haus ist somit nicht nur ein Ort der Kunstvermittlung, sondern auch ein Zeugnis des kulturellen Engagements einer Pionierin. Die Ausstellung im Erdgeschoss des ehemaligen Wohnhauses zeigt die Vielfalt der nicht-gegenständlichen Kunst und lädt dazu ein, die Entwicklung der modernen Malerei nachzuvollziehen. Besonders die Kooperation mit privaten Sammlern, wie der Leihgabe eines großformatigen Ölgemäldes in den 2010er-Jahren, unterstreicht den lebendigen Charakter des Museums.

Als einzigartiges Kulturdenkmal in Teningen verbindet das Hilla von Rebay Haus lokale Geschichte mit internationaler Kunstgeschichte. Es ist ein Ort der Reflexion über künstlerische Freiheit und den Mut, neue Wege zu gehen – ein Erbe, das bis heute Besucher aus nah und fern anzieht. Die regen Sonderausstellungen und die kontinuierliche Pflege der Sammlung machen das Haus zu einem wichtigen Anlaufpunkt für Kunstinteressierte und Kulturbegeisterte in der Region.

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