Museum

Haus der Donauschwaben

Goldmühlestraße 30, 71065 Sindelfingen

Highlights

  • Es dient als Gedenkstätte, Archiv und Bibliothek und fördert die Erinnerungsarbeit sowie den kulturellen Austausch mit Nachkommen in Ungarn.
  • Die Landsmannschaft der Donauschwaben hat ihren Hauptsitz in Sindelfingen und ist Mitglied im Bund der Vertriebenen mit Sitz in Bonn.

Tipps

  • Das Haus der Donauschwaben eignet sich für kleine Veranstaltungen bis etwa 50 Personen, wobei eigene Verpflegung mitgebracht werden sollte.
  • Parkplätze in unmittelbarer Nähe sind begrenzt, eine Anfahrt mit öffentlichen Verkehrsmitteln ist ratsam.
  • Die Sanitäranlagen bieten Raum für Verbesserungen, was bei der Planung eines Besuchs zu berücksichtigen ist.

Eigenschaften

Bei Regen geeignet Bildung Kulturell Ganzjährig

Über Haus der Donauschwaben

Das Haus der Donauschwaben in Sindelfingen ist ein kulturelles Zentrum und Museum, das sich der Erhaltung und Vermittlung der Geschichte sowie der Kultur der Donauschwaben widmet. Die Donauschwaben sind eine deutschstämmige Volksgruppe, die ursprünglich in Gebieten entlang der Donau lebte und nach dem Zweiten Weltkrieg vertrieben wurde. Das Haus dient als Sitz der Landsmannschaft der Donauschwaben, Bundesverband e.V., die 1950 gegründet wurde und heute als Vertriebenenverband in Deutschland tätig ist.

Die Einrichtung des Hauses entstand im Zuge einer Patenschaft der Stadt Sindelfingen für die Landsmannschaft, die 1964 etabliert wurde. Nach dem Bau des Gebäudes 1969 wurde es 1970 eröffnet und seither als Ort der Begegnung, Forschung und Gedenken genutzt. Das Gebäude beherbergt eine Dauerausstellung, die Einblicke in das Leben, die Flucht und Vertreibung sowie die Integration der Donauschwaben gibt. Daneben verfügt es über eine Gedenkstätte, eine Spezialbibliothek, ein Archiv und eine original eingerichtete Bauernstube, die die Lebenswelt der Donauschwaben anschaulich macht.

Das Haus fungiert nicht nur als Museum, sondern auch als kulturelles und wissenschaftliches Forum. Es richtet regelmäßig Sonderausstellungen, Vorträge und Bildungsangebote aus, die sich mit aktuellen gesellschaftlichen Themen wie Flucht, Vertreibung und Integration beschäftigen. Ziel ist es, das kulturelle Erbe an jüngere Generationen weiterzugeben und interkulturellen Dialog zu fördern. Internationale Besuchergruppen, darunter auch Delegierte aus ehemaligen Siedlungsgebieten, nutzen die Angebote des Hauses, um sich über Geschichte und Kultur der Donauschwaben zu informieren.

Ein besonderes Symbol der Donauschwaben ist ihr Wappen, das 1950 von Hans Diplich entworfen wurde. Es vereint verschiedene geschichtliche Elemente wie den Adler, die Donau, die Festung Temeswar sowie Symbole für Christentum und Osmanisches Reich und veranschaulicht die komplexe Identität der Volksgruppe. Das Motto der Landsmannschaft – „Semper atque semper liberi ac indivisi“ – verdeutlicht den Wunsch nach Freiheit und Unabhängigkeit.

Mit über 375 Bewertungen und einer durchschnittlichen Bewertung von 4,5 von 5 Sternen wird das Haus der Donauschwaben als gelungenes Kulturangebot wahrgenommen. Es bietet Platz für kulturelle Veranstaltungen bis zu etwa 50 Personen, verfügt über eine Küche, jedoch sind Sanitäranlagen und Parkmöglichkeiten als verbesserungswürdig eingestuft. Das Haus bleibt ein zentraler Anlaufpunkt für alle, die sich mit der Geschichte und Kultur der Donauschwaben auseinandersetzen möchten.

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