Burgruine Steckelberg
Highlights
- Die Burgruine Steckelberg wurde erstmals 1131 urkundlich erwähnt und diente als Reichsburg zum Schutz wichtiger Verkehrswege.
- 1276 wurde die Burg auf Befehl von König Rudolf von Habsburg geschleift, später erbauten die Herren von Hutten eine neue Anlage.
- Der Geschützturm mit der Inschrift „Anno din 1509“ wurde von Ulrich von Hutten erweitert und bot weite Ausblicke ins Kinzigtal.
Tipps
- Der Weg zur Burgruine Steckelberg ist gut ausgeschildert und führt über den Schlosspark Ramholz.
- Die letzten 200 Meter zum Burggelände sind steil, besonders bei nasser oder laubbedeckter Witterung.
- Ein Besuch lohnt sich vor allem für die Aussicht vom Geschützturm ins Kinzigtal.
Eigenschaften
Über Burgruine Steckelberg
Die Burgruine Steckelberg liegt in Obersinn im Landkreis Main-Spessart in Bayern. Die erste urkundliche Erwähnung der Burg erfolgte im Jahr 1131. Ursprünglich befand sich der Bau auf dem benachbarten Alteburgberg und diente als Reichsburg zur Sicherung wichtiger Verkehrswege durch den Bergwinkel. Im Laufe der Jahrhunderte wechselte der Besitz mehrfach; unter anderem gehörte die Anlage auch dem Würzburger Bischof und später der Familie von Hutten. Nach dem Aussterben der Linie der Herren von Steckelberg wurde die Burg im späten 14. Jahrhundert an einer neuen Stelle auf dem heutigen Steckelberg neu errichtet.
Ein markantes Bauwerk der späteren Anlage ist der Geschützturm, dessen Inschrift auf das Jahr 1509 und damit auf Ulrich von Hutten, den Vater des bekannten Humanisten und Dichters, verweist. Der Turm beherbergte ursprünglich eine Eingangshalle und Wachstube, später wurde ein Kamin von Freiherr Hugo von Stumm einbauen lassen. Die Mauerreste in unmittelbarer Nähe des Turms stammen von der ehemaligen Kemenate, dem Wohngebäude der Burg. Im ersten Stock des Turms finden sich schmale Schießscharten für die Nahverteidigung, während im zweiten Stock die schweren Geschütze aufgestellt waren. Von dort aus bietet sich heute ein weithin sichtbarer Blick ins Kinzigtal.
Seit dem 17. Jahrhundert steht die Burganlage leer und verfiel allmählich. 1883 kaufte der Industrielle Hugo von Stumm nicht nur die Ruine, sondern auch das nahegelegene Schloss der Familie von Hutten. An dessen Stelle entstand das heutige Schloss Ramholz, das mit seinem Park einen landschaftlich reizvollen Zugang zur Burgruine bildet. Über verschlungene Wege im Park gelangt man über einen gut ausgeschilderten Wanderweg zur Ruine. Die letzten Meter zum Gelände der Burgruine sind steil, was von Besucherinnen und Besuchern als anstrengend, aber machbar bewertet wird. Die Anlage ist frei zugänglich und wird als gepflegt wahrgenommen.
In den Jahren um 2004 erfolgten Restaurierungsarbeiten durch den damaligen Eigentümer Raupach. Dabei wurden unter anderem die Ostmauer und der Burggraben sichtbar gemacht. Die Ruine steht unter Denkmalschutz und gilt mit einer Bewertung von 4,6 von 5 Sternen bei über 360 Bewertungen als besonders sehenswert. Die malerische Kulisse und die historische Bedeutung machen die Burgruine Steckelberg zu einem lohnenden kulturellen Ausflugsziel in der Region.