Kirche/Kloster

St. Wendelin (Koisdorf)

Kapellenweg 3, 53489 Sinzig

Highlights

  • Die St. Wendelin-Kapelle in Koisdorf wurde vermutlich im 13. Jahrhundert erbaut und ist ein geschütztes Kulturdenkmal.
  • Das Chorfenster zeigt eine Kreuzigungsgruppe aus dem 13. Jahrhundert.
  • Zwischen 1959 und 1969 wurde die Kirche um sechs Meter verlängert und erhielt eine Empore.

Tipps

  • Die St. Wendelinus-Kapelle in Koisdorf ist ein geschütztes Kulturdenkmal mit romanischen Teilen und einem bemerkenswerten Kreuzigungsfenster aus dem 13. Jahrhundert.
  • Der Besuch lohnt sich besonders für Interessierte mittelalterlicher Architektur und Glasmalerei.
  • Die Kapelle ist tagsüber meist geöffnet und direkt am Dorfplatz gelegen, gut zu Fuß erreichbar.

Eigenschaften

Entspannt Kulturell Ganzjährig

Über St. Wendelin (Koisdorf)

Die katholische Filialkirche St. Wendelin in Koisdorf gehört zu den historischen Sakralbauten im Landkreis Ahrweiler und liegt im rheinland-pfälzischen Sinzig. Die dem Heiligen Wendelin geweihte Kapelle ist ein geschütztes Kulturdenkmal und zählt zu den bedeutenden Zeugnissen mittelalterlicher Architektur in der Region. Der ursprüngliche Bau stammt vermutlich aus dem frühen 13. Jahrhundert und wurde im Laufe der Jahrhunderte mehrfach umgebaut und erweitert.

Die ältesten Teile des Gebäudes, darunter der Chor und die östlichen Langhausteile, weisen spätromanische Einflüsse auf. Obwohl um 1630 eine Wiederherstellung stattgefunden hat, blieben die ursprünglichen Bauphasen weitgehend dokumentationslos. In der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts erfolgte eine umfangreiche Umbaumaßnahme: Zwischen 1959 und 1969 wurde das Kirchenschiff um etwa sechs Meter nach Westen verlängert, eine Empore eingezogen und der Haupteingang neu angeordnet. Auch ein Anbau an der Nordwand dient seitdem als Sakristei.

Architektonisch präsentiert sich die Kapelle als einschiffiger Bruchsteinbau mit einem rechteckigen Grundriss und einem eingezogenen Chorschluss. Auffällig ist das etwa einen Meter hohe Sockelmauerwerk sowie die polygonale Gestaltung der Chorecken mit Ecklisenen. Die Südseite des Langhauses verfügt über zwei rundbogige Fensteröffnungen, während die Nordseite fensterlos bleibt. Das Dach ist geschiefert und trägt auf seiner östlichen Seite einen quadratischen Dachreiter mit achtseitiger Spitze. Im Inneren trennt ein Triumphbogen das Langhaus vom Chor, der mit einem siebenteiligen Rippengewölbe ausgestattet ist.

Besondere Aufmerksamkeit gilt dem Chorfenster, einem original erhaltenen Bleiglasfenster aus dem ausgehenden 13. Jahrhundert, das eine Kreuzigungsgruppe darstellt. Hinzu kommt ein weiteres bemerkenswertes Detail: ein Fresko im Inneren, das Christus auf dem Regenbogen zeigt. Diese Schmuckelemente unterstreichen den künstlerischen und historischen Wert der Kapelle. Ursprünglich war das Gotteshaus vermutlich dem Heiligen Sebastianus geweiht, ehe im Zuge einer liturgischen Reform St. Wendelin offiziell als Schutzpatron anerkannt wurde.

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