Dominikanerkirche St. Blasius
Highlights
- Die Dominikanerkirche St. Blasius in Regensburg ist ein Hauptwerk der Frühgotik und war bis zur Säkularisation Klosterkirche.
- Das Bauwerk ist eine dreischiffige Basilika ohne Querschiff, 73 Meter lang und 25 Meter breit, errichtet ab 1229.
- Heute dient die Kirche als Kongregationskirche der Marianischen Männer-Congregation und ist seit Februar 2024 wieder geöffnet.
Tipps
- Der Eingang zur Kirche befindet sich am Albertus-Magnus-Platz in der Predigergasse.
- Die Kirche gilt als Hauptwerk der Frühgotik und ist zweimal so hoch wie üblich für Bettelordenskirchen.
Eigenschaften
Über Dominikanerkirche St. Blasius
Die Dominikanerkirche St. Blasius in Regensburg zählt zu den bedeutenden Sakralbauten der Frühgotik in Deutschland. Ursprünglich als Klosterkirche des 1215 gegründeten Dominikanerordens errichtet, steht sie im Zentrum der westlichen Altstadt und bildet zusammen mit den ehemaligen Klostergebäuden ein großes Areal. Die Kirche liegt entlang der Predigergasse und ist über den Albertus-Magnus-Platz erreichbar. Im Süden grenzt das Gelände an den Ägidienplatz. Der Bau der Kirche begann im 13. Jahrhundert und erstreckte sich über mehr als ein Jahrhundert. Aufgrund ihrer ungewöhnlichen Größe für eine Bettelordenkirche entwickelte das Gebäude im Laufe der Jahrhunderte statische Probleme, die erst in jüngster Zeit durch umfassende Sanierungsarbeiten behoben wurden. Seit Februar 2024 ist die Kirche wieder öffentlich zugänglich.
Architektonisch zeigt sich die Kirche als schlichte, dreischiffige Basilika ohne Querschiff. Mit einer Länge von 73 Metern und einer Breite von 25 Metern bietet sie großzügigen Raum für Gottesdienste und Konzerte. Typisch für Kirchen des Dominikanerordens fehlt ein hoher Kirchturm, doch das Dachtürmchen hebt sich deutlich vom Dach ab. Das Innere ist geprägt von Kreuzrippengewölben, sechs Joche im Langhaus und einem nach Osten vorspringenden Hauptchor mit Seitenchören. Ein ehemaliger Lettner wurde entfernt, wodurch sich heute ein freier Blick vom Eingangsbereich bis zum Chor ergibt. Der gotische Chor verfügt über ein Chorgestühl aus dem späten 15. Jahrhundert sowie Fresken aus dem 14. und 15. Jahrhundert. Besondere Aufmerksamkeit finden die historischen Skulpturen an den Strebepfeilern, darunter eine Figur des Bruder Diemar, eines der Bauleiter des Kirchenbaus.
Die heutige Nutzung der Kirche erfolgt durch die Marianische Männer-Congregation Regensburg. Sie dient als Kongregationskirche und Veranstaltungsort für katholische Gottesdienste, darunter sonntags um Uhr die Hl. Messe der Katholischen Hochschulgemeinde. Auch größere kirchliche Veranstaltungen, wie der jährliche Gottesdienst des Hauptfestes der Marianischen Männer-Congregation, finden hier statt. Die Kirche wird zudem für Konzerte genutzt, etwa durch die Regensburger Domspatzen, was Besucher aufgrund der hervorragenden Akustik und des architektonischen Ambientes besonders schätzen. Die Sakristei im Südschiff gewährt Zugang zum historischen Kreuzgang aus dem 13. Jahrhundert und verbindet damit die Kirche mit dem ehemaligen Klosterleben. Die Dominikanerkirche St. Blasius steht damit als Zeugnis mittelalterlicher Baukunst und als aktiver Ort des Glaubens und der Kultur in der Regensburger Altstadt.