Galerie Erdel artspace & Schaulager
Highlights
- Galerie Erdel artspace & Schaulager in Am Schallern 4 bietet rollstuhlgerechten Zugang inkl. Parkplatz und WC für barrierefreies Kunsterlebnis.
- Aktuell zeigt die Galerie 40 Jahre Forschung mit Werken, die konsequent und ohne Rücksicht auf Fehler entstehen – geprägt von gestalterischem Gestus.
- 2026 präsentiert artspace Erdel Koloman Wagners Raumobjekte, die Musik und Bewegung in konzeptionell tiefe, sinnliche Installationen verdichten.
Tipps
- Der rollstuhlgerechte Zugang ermöglicht einen ungehinderten Besuch der Ausstellung ohne Barrieren.
- Ein barrierefreier Parkplatz direkt am Standort erleichtert die Anreise für Besucher mit Mobilitätseinschränkungen.
- Das rollstuhlgerechte WC bietet Komfort und Zugänglichkeit während des Aufenthalts im Schaulager.
Eigenschaften
Kunstgalerie Erdel artspace Am Schallern 4
Die Galerie Erdel artspace & Schaulager am Am Schallern 4 ist ein lebendiger Ort für zeitgenössische Kunst und kulturelle Begegnungen direkt am Ufer der Donau. Als vielseitiges Forum verbindet sie traditionelle Galeriearbeit mit innovativen Ausstellungsformaten und einem umfangreichen Schaulager, das über 40 Jahre künstlerische Forschung und Präsentationen dokumentiert. Besonders prägend ist die Auseinandersetzung mit Werken, die durch einen klaren Gestus und ungebremste Gestaltungsenergie überzeugen – ohne Rücksicht auf Korrekturen oder Zurücknahme. Die Galerie versteht sich als Plattform für mutige künstlerische Positionen, die Neugier wecken und zum Nachdenken anregen.
Ein zentraler Fokus liegt auf der Wiederentdeckung und Würdigung vergessener oder unterschätzter Künstlerpersönlichkeiten. Hierzu zählt etwa die europäische Ausnahmekünstlerin Hélène de Beauvoir, deren Werk in den letzten Jahren durch umfangreiche Einzelausstellungen und kunstwissenschaftliche Analysen neu beleuchtet wurde. De Beauvoirs Schaffen, geprägt von feministischen und gesellschaftspolitischen Impulsen, wird heute als wegweisend für die Kunst des 20. Jahrhunderts anerkannt. Aktuelle Projekte wie die Ausstellung in London zeigten, wie ihr Œuvre die Grenzen zwischen Malerei, Philosophie und Aktivismus sprengt – und weiterhin fasziniert.
Neben historischen Schwerpunkten setzt die Galerie auf zeitgenössische Dialoge, etwa durch Kooperationen mit internationalen Festivals wie cinEScultura, das spanische Künstler wie Juan Fernando de Laigleisa präsentierte. Die Ausstellung „4 Elemente“ veranschaulichte dabei, wie künstlerische Experimente mit Materialität und Symbolik neue Räume der Interpretation eröffnen. Auch lokale und regionale Künstler finden hier Gehör: Werke von Wolfgang Domröse oder Heiner Riepl zeigten, wie vielschichtig die Galerie zwischen abstrakter Malerei, konzeptueller Fotografie und raumgreifenden Installationen vermittelt. Riepls „Farb-Vogel flieg“ etwa verkörpert den Dreiklang von Klarheit, Kreativität und Freiheit – ein Leitmotiv, das auch in den kommenden Projekten nachhallt.
Ein besonderes Anliegen der Galerie ist die Verbindung von Ausstellungsräumen und Archiv: Das Schaulager bewahrt nicht nur historische Werke, sondern dient auch als Labor für neue Projekte. Geplant sind unter anderem Einzelausstellungen mit Koloman Wagner, dessen audioplastische Installationen Musik und Bewegung zu räumlichen Erfahrungen verdichten, oder mit Ursula Bolck-Jopp, deren Bilder die „Freude am Leben“ in leuchtenden, fast greifbaren Farben einfangen. Die Galerie lädt damit nicht nur zum Betrachten ein, sondern zum aktiven Mitdenken – ob durch Führungen, Gespräche mit Künstlern oder die Teilnahme an begleitenden Veranstaltungen.
Barrierefreiheit spielt eine zentrale Rolle: Der rollstuhlgerechte Zugang, Parkplätze und Sanitäranlagen machen die Galerie für alle Besucher zugänglich. Am Schallern 4 entsteht so ein Ort, der Kunst als Teil des öffentlichen Raums begreift – mit Blick auf die Donau, aber offen für alle, die sich auf Neues einlassen. Wer sich für die Schnittstellen von Kunst, Geschichte und Gegenwart interessiert, findet hier Inspiration und Überraschungen, die weit über die klassischen Galerieräume hinausgehen.