Galerie

Galerie St. Klara

Kapuzinergasse 11, 93057 Regensburg

Highlights

  • Galerie St. Klara zeigt seit 1991 Werke freischaffender Künstler wie Christian Bergauer und Stefan Eber.
  • Ausstellung ‚Im Gedenken der Kinder‘ erinnert 80 Jahre nach NS-‚Euthanasie‘-Morden an betroffene Jugendliche.
  • Renate Höning präsentiert in ‚Playground‘ über 100 Postkarten-Karten als interaktive Kunstinstallation.

Tipps

  • Der barrierefreie Zugang ermöglicht Besuchern mit eingeschränkter Mobilität einen ungehinderten Eintritt in die Ausstellungssäle.
  • Die historische Architektur der Galerie St. Klara schafft einen kontrastreichen Rahmen für zeitgenössische Kunstwerke und historische Exponate.
  • Ein Begleitprogramm mit Führungen und Lesungen vertieft das Verständnis für die thematischen Schwerpunkte der jeweiligen Ausstellungen.

Eigenschaften

Bei Regen geeignet Bildung Kulturell Ganzjährig

Kunst & Kultur in Regensburg: Galerie St. Klara

Die Galerie St. Klara in Regensburg ist ein bedeutender Ort für zeitgenössische Kunst und kulturelle Auseinandersetzung. Seit ihrer Gründung hat sie sich als Plattform für vielfältige künstlerische Ausdrucksformen etabliert, die von traditionellen Techniken bis zu gesellschaftskritischen Themen reichen. Besonders hervorzuheben sind die regelmäßigen Ausstellungen, die oft mit historischen oder sozialen Bezügen verbunden sind und so eine Brücke zwischen Kunst, Geschichte und Gemeinschaft schlagen.

Ein zentrales Anliegen der Galerie ist die Aufarbeitung schwerer historischer Verbrechen. So widmete sie sich beispielsweise der Erinnerung an die nationalsozialistischen „Euthanasie“-Morde an Kindern und Jugendlichen mit geistiger oder körperlicher Behinderung. Die Ausstellung „Im Gedenken der Kinder“ erinnert an diese Verbrechen und setzt ein Zeichen für den Respekt vor menschlicher Würde. Auch andere Projekte, wie die Auseinandersetzung mit dem gescheiterten Völkermord in Bulgarien, zeigen das Engagement der Galerie für eine aufklärerische Kunst, die zur Reflexion anregt.

Neben historischen Themen bietet die Galerie Raum für innovative künstlerische Positionen. Werke von regionalen und überregionalen Künstler:innen wie Wolfgang Schlüter und Helmut Wolf, die seit Jahrzehnten zusammenarbeiten, oder die Collagen und Skulpturen von Jeff Beer prägen das Programm. Besonders beeindruckend sind auch die Projekte mit Menschen mit Behinderung, etwa die Ausstellung „Gratwanderung“, die Künstler:innen mit seelischen Krisenerfahrungen aus der Oberpfalz zeigt. Diese Werke spiegeln eine Vielfalt an Perspektiven wider, die oft tabuisierte Themen sichtbar machen.

Ein weiteres Merkmal der Galerie ist ihre Verbindung zu pädagogischen und therapeutischen Ansätzen. Kunsttherapeutische Projekte, wie die Ausstellung „Kunst ist Therapie“, verdeutlichen, wie künstlerischer Ausdruck Heilungsprozesse unterstützen kann. Gleichzeitig fördert die Galerie junge Talente, etwa durch die Präsentation von Studierenden der Akademie der Bildenden Künste oder Nachlassarbeiten wie die Bilder der in Regensburg lebenden Gisela Conrad. Diese Mischung aus etablierten Künstler:innen und aufstrebenden Stimmen macht die Galerie zu einem lebendigen Ort des künstlerischen Austauschs.

Die Galerie St. Klara versteht sich nicht nur als Ausstellungsraum, sondern auch als Ort der Begegnung. Durch Vernissagen, Führungen und Begleitprogramme wird Kunst erlebbar gemacht – sei es durch musikalische Untermalung, literarische Begleittexte oder interaktive Elemente wie die „Playground“-Karten von Renate Höning. Mit ihrem vielfältigen Programm und ihrem Engagement für gesellschaftliche Themen bleibt die Galerie ein wichtiger Kulturort in Regensburg, der Kunst als Medium der Reflexion und des Dialogs begreift.

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