Galerie

Kunstforum Ostdeutsche Galerie

Dr.-Johann-Maier-Straße 5, 93049 Regensburg

Highlights

  • Das Kunstforum Ostdeutsche Galerie in Regensburg zeigt Werke deutscher Künstler aus Ostgebieten und ehemaligen Siedlungsgebieten.
  • Gegründet 1966, beherbergt das Museum seit 1970 eine Sammlung mit Fokus auf ostdeutsche und sudetendeutsche Kunstgeschichte.
  • Das Gebäudeensemble umfasst ein denkmalgeschütztes Schützenhaus von 1652 und ein ehemaliges Turnhalle-Gebäude aus dem Jahr 1871.

Tipps

  • Während der Baumaßnahmen ist nur der erste Stock teilweise zugänglich, dennoch lohnt sich der Besuch für die kunsthistorischen Schätze.
  • Das Museum zeigt Werke deutscher Künstler aus Ostgebieten und ehemaligen Siedlungsgebieten in Osteuropa sowie der DDR bis 1990.
  • Führungen durch die Dauerausstellung und Sonderausstellungen bieten vertiefende Einblicke in die Sammlung und aktuelle Kunst.

Eigenschaften

Bei Regen geeignet Bildung Kulturell Ganzjährig

Über Kunstforum Ostdeutsche Galerie

Das Kunstforum Ostdeutsche Galerie in Regensburg ist eine bedeutende Kulturinstitution mit einem besonderen Schwerpunkt auf der Kunstgeschichte östlicher Regionen. Das Museum widmet sich vor allem Werken deutscher Künstlerinnen und Künstler, die aus den ehemaligen deutschen Ostgebieten sowie aus Siedlungsgebieten in Ost- und Südosteuropa stammen. Auch Werke von Künstlern aus der ehemaligen DDR fanden bis zur Wiedervereinigung Eingang in die Sammlung. Die enge Verbindung zur Stadt Regensburg zeigt sich auch in der Schirmherrschaft für die Sudetendeutschen und der damit verbundenen kulturellen Aufarbeitung.

Das Gebäudeensemble des Kunstforums ist selbst ein Stück Geschichte: Auf dem Gelände stand bereits 1652 ein Schützenhaus, das heute als Verwaltungsgebäude dient. Das Hauptgebäude im Stadtpark wurde ursprünglich 1871 als Turnhalle errichtet und später in ein Ausstellungsgebäude umgewandelt. Nach verschiedenen Nutzungen wurde es schließlich zum Zentrum der heutigen Galerie. Ein Erweiterungsbau aus den 1960er Jahren ergänzt das Ensemble. Besucher begrüßen bereits seit 2006 die markante rote Säulen-Installation der Künstlerin Magdalena Jetelová am Eingang – ein zeitgenössisches Gegenstück zur historischen Architektur.

Die Dauerausstellung des Kunstforums lädt zu einer eindrucksvollen Reise durch die Kunstgeschichte mit Stationen von der Ostsee bis an das Mittelmeer. Sie zeigt, wie die Herkunft der Künstlerinnen und Künstler ihre Werke und künstlerischen Schaffensweisen beeinflusst hat. Neben der Dauerausstellung präsentiert das Museum regelmäßig wechselnde Ausstellungen, die sich aktuellen Entwicklungen in der Kunst Ostmitteleuropas widmen. Ergänzt wird das Angebot durch ein umfangreiches Programm an Führungen und kulturellen Veranstaltungen, die den Besuch des Museums bereichern.

Das Kunstforum Ostdeutsche Galerie ist Träger der Stiftung bürgerlichen Rechts, die 1966 gegründet wurde. Die Finanzierung erfolgt zu gleichen Teilen durch Bund, Freistaat Bayern und die Stadt Regensburg. Alle zwei Jahre vergibt das Museum zudem den renommierten Lovis-Corinth-Preis, der in den letzten Jahren mit bis zu 10.000 Euro dotiert ist. Diese Auszeichnung unterstreicht die Bedeutung des Hauses für zeitgenössische und historische Kunst gleichermaßen.

Trotz laufender Umbaumaßnahmen, die einzelne Bereiche zeitweise einschränken, bietet das Museum einen lohnenswerten Einblick in eine oft übersehene, aber kulturell bedeutsame Region. Die hellen, freundlich gestalteten Ausstellungsräume ermöglichen ein angenehmes Erlebnis, in dem Besucherinnen und Besucher sowohl bekannte als auch unbekannte Schätze der ostdeutschen Kunst entdecken können. Mit seiner einzigartigen inhaltlichen Ausrichtung ist das Kunstforum Ostdeutsche Galerie ein unverzichtbares Kulturziel in Regensburg.

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