Kirche/Kloster

Martin-Luther-Kirche

31185 Söhlde

Highlights

  • Die Martin-Luther-Kirche in Söhlde ist eine evangelisch-lutherische Kirche und Teil der Kirchengemeinde Söhlde-Himstedt-Nettlingen.
  • Die heutige Kirche wurde 1840 erneuert und 1892/93 um ein Querhaus und Chor erweitert.
  • Zur Ausstattung gehören ein Taufengel aus dem 17. Jahrhundert und ein neugotischer Retabelaltar aus dem 19. Jahrhundert.

Tipps

  • Die Martin-Luther-Kirche in Söhlde ist barrierefrei zugänglich, jedoch ist die Haupttreppe eingezäunt, weshalb ein alternativer Eingang genutzt werden sollte.
  • Bei Besuchen empfiehlt sich eine vorherige Rücksprache bezüglich spezieller Gottesdienste oder Veranstaltungen, da diese nicht immer öffentlich ausgeschrieben sind.
  • Die Kirche verfügt über eine reiche Geschichte und architektonische Besonderheiten, die bei Interesse durch einen Kirchenführer oder Informationsmaterial erkundet werden können.

Eigenschaften

Entspannt Kulturell Ganzjährig

Über Martin-Luther-Kirche

Die Martin-Luther-Kirche in Söhlde ist die evangelische Kirche der Gemeinde und seit 2023 Teil der „Ev.-luth. Kirchengemeinde Söhlde-Himstedt-Nettlingen“. Sie gehört zum Sprengel Hildesheim-Göttingen innerhalb der Evangelisch-lutherischen Landeskirche Hannovers. Die Kirche hat eine lange Geschichte, die bis ins Mittelalter zurückreicht. Bereits im 14. Jahrhundert wird eine Ortskirche erwähnt. Im Verlauf der Reformationszeit wurde die Reformation zunächst 1542 unter dem Einfluss des Schmalkaldischen Bundes eingeführt, um einige Jahre später vorübergehend wieder zum Katholizismus zurückzukehren. Mit der endgültigen Konsolidierung des Luthertums ab 1568 etablierte sich die evangelische Prägung dauerhaft.

Die heutige Kirche entstand über mehrere Bau- und Umbauabschnitte hinweg. Ein früherer Kirchenbau wurde 1553 durch Truppen niedergebrannt. Der Kirchturm wurde Anfang des 18. Jahrhunderts erneuert, wobei später statische Probleme auftraten. Ein neuer Turm entstand ab 1840, vermutlich nach Plänen des Konsistorialbaumeisters Ludwig Hellner. In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts wurde die Kirche durch den Hildesheimer Architekten Werner Söchtig um ein Querhaus und einen Chor erweitert. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts erfolgte eine Erhöhung und Einwölbung des Langhauses.

Die Ausstattung der Kirche umfasst unter anderem einen farbig gefassten hölzernen Taufengel aus dem Jahr 1666. Aus der Chorerweiterung um 1891 stammt ein neugotischer Retabelaltar mit Kruzifix sowie Schnitzfiguren von Maria, Johannes dem Evangelisten und den Aposteln Petrus und Paulus. Die Orgelhistorie reicht bis ins Jahr 1846 zurück. Nach mehreren Umbauten wurde 1974 eine neue Orgel der Firma Schmidt & Thiemann (Hannover) eingebaut. Die Kirche verfügt heute über zwei Läuteglocken sowie eine Schlagglocke. Mittelalterliche Glocken gingen im Laufe der Geschichte durch Einschmelzungen oder den Krieg verloren.

Besucher berichten von einer angenehmen Atmosphäre und loben das freundliche Auftreten des Pastorenteams. Die Kirche wird für Taufen, Konfirmationen und andere kirchliche Feiern genutzt. In den vergangenen Jahren wurden strukturelle Einschränkungen wie die Einzäunung der Haupttreppe und fehlende Barrierefreiheit bemängelt. Dennoch wird die Kirche als stimmungsvoller und bedeutender Ort der Gemeinde wahrgenommen.

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