Denkmal/Gedenkstätte

Obus-Museum Solingen e.V. (kein Publikumsverkehr)

Weidenstraße 10, 42655 Solingen

Highlights

  • Das Obus-Museum Solingen zeigt den restaurierten Krupp/Ludewig TS1 Obus 10 (Baujahr 1969) als Ausstellungsstück.
  • Seit 2007 fährt der historische Obus 59 wieder auf Solinger Strecken, nach umfassender Restaurierung.
  • Rollstuhlgerechter Zugang und Parkplatz ermöglichen barrierefreien Besuch des Obus-Museums.

Tipps

  • Ein rollstuhlgerechter Zugang ermöglicht Besuchern die barrierefreie Erkundung der Ausstellungsstücke.
  • Der Parkplatz vor dem Museum verfügt über gekennzeichnete Flächen für rollstuhlgerechtes Parken.
  • Die historischen Obusse wie der TS1 aus dem Jahr 1969 bieten Einblicke in die Entwicklung der Stadtverkehrstechnik.

Eigenschaften

Bildung Kulturell Ganzjährig

Obus-Museum Solingen: Kulturdenkmal für Technikfans

Das Obus-Museum Solingen e.V. ist ein einzigartiges technisches Museum, das sich der Erhaltung und Präsentation historischer Oberleitungsbusse (Obusse) widmet. Als privater Verein sammelt und restauriert es Fahrzeuge aus der Solinger Verkehrsgeschichte, die für die Stadt und ihre Region von besonderer Bedeutung sind. Obwohl der Museumszugang nicht für die Öffentlichkeit geöffnet ist, bietet die Sammlung wertvolle Einblicke in die Entwicklung des öffentlichen Nahverkehrs im 20. Jahrhundert – speziell im Kontext des Oberbergischen Kreises.

Ein zentrales Ausstellungsstück ist der Krupp/Ludewig TS1-Obus Nr. 59, gebaut 1969 und ursprünglich im Betrieb der Stadtwerke Solingen eingesetzt. Nach seiner Ausmusterung 1974 und einer langen Phase der Lagerung wurde er ab 1999 im Museum aufwendig restauriert. Seit 2007 steht er wieder „unterm Draht“ und ist ein Symbol für die handwerkliche Leidenschaft der ehrenamtlichen Mitarbeiter. Das Fahrzeug verkörpert mit seinen Abmessungen (11 Meter Länge, 2,5 Meter Breite und 3,5 Meter Höhe) sowie seinem Leergewicht die typischen Dimensionen der Obus-Technik jener Zeit.

Neben dem TS1-Obus umfasst die Sammlung auch historische Anhänger, die für den Personenverkehr wieder zugelassen wurden. Ein Beispiel ist ein Anhänger aus dem Jahr 2009, der nach seiner Rückkehr ins Museum 2008 wieder im Liniendienst eingesetzt wurde. Mit 12 Metern Länge und einer Höhe von 3,55 Metern zeigt er die technische Vielfalt der Obus-Bestände. Ein weiteres Highlight ist ein weiterer Anhänger aus dem Jahr 2001, der mit 11,11 Metern Länge und einer Höhe von 2,95 Metern aus dem regulären Betriebsbestand stammt und seit seiner Übernahme durch den Verein restauriert wird.

Das Museum ist nicht nur ein Archiv für technikbegeisterte Besucher, sondern auch ein Ort der Aufklärung über die Bedeutung des Obus-Verkehrs in Solingen. Die Fahrzeuge dokumentieren die Entwicklung von der Einführung der Oberleitungsbusse in den 1950er-Jahren bis zu ihrem Rückgang in den folgenden Jahrzehnten. Durch die Restaurierungsarbeiten wird nicht nur die Geschichte bewahrt, sondern auch das handwerkliche Know-how der Obus-Technik lebendig gehalten – ein besonderes Erbe für die Region.

Für Besucher mit Mobilitätsbedürfnissen ist der Standort barrierefrei gestaltet: Der Eingang und der angrenzende Parkplatz sind rollstuhlgerecht ausgebaut, was den Zugang zu diesem einzigartigen technikhistorischen Schatz erleichtert. Obwohl der Museumszugang nicht öffentlich zugänglich ist, zeigt die Sammlung eindrucksvoll, wie privater Engagement und regionale Verbundenheit die Erinnerung an den Obus-Verkehr in Solingen bewahren.

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