Becher Mühle
Highlights
- Die Becher Mühle in Solingen wird heute als Veranstaltungsraum genutzt.
- Bereits ab 1814 betrieb Gottfried Fehlenberg dort eine Mühle und Bäckerei.
Tipps
- Die Lage in der hübschen Landschaft des Baches bietet Möglichkeiten für geschichtliche Erkundungen.
- Die Umgebung ist geprägt von der Tradition der lokalen Messer- und Stahlwarenherstellung.
Eigenschaften
Kultur und Theater in Solingen: Becher Mühle
Die Becher Mühle in Solingen ist ein geschichtsträchtiger Ort, der tief in der lokalen Tradition verwurzelt ist. Die Anlage diente über lange Zeit als Standort für einen Müller und Bäcker, wobei Gottfried Fehlenberg bereits in einer frühen Epoche in dieser Funktion tätig war. Die Mühle liegt eingebettet in einer hübschen Landschaft an einem Bach, der durch eine Reihe von Ortschaften führt, die aufgrund ihrer historischen Bedeutung ein starkes Interesse wecken.
Die Umgebung der Becher Mühle ist geprägt von drei Hofschaften, die im Tal liegen und über einige der ältesten Schulen des Stadtteiles verfügten. Diese Region war ein Zentrum für spezialisiertes Handwerk. So waren viele Bewohner als Reiter von Schlacht-, Brot- und Gemüsemessern tätig. In eigenen Werkstätten stellten sie diese essenziellen Haushalts-Stahlwaren her und bewahrten ihre Selbstständigkeit noch lange Zeit, selbst nachdem die Fabrikarbeit für diese Artikel bereits eingeführt worden war.
Neben der industriellen und handwerklichen Prägung zeichnete sich die Gegend durch eine bemerkenswerte Gastronomiedichte aus. In den betroffenen Hofschaften gab es eine ungewöhnlich große Zahl an Gaststätten. Im vergangenen Jahrhundert war die Situation so ausgeprägt, dass man nahezu in jedem zweiten Haus einen Ausschank vorfand, was den sozialen Charakter des Ortes unterstreicht.
Heute wird die Becher Mühle als Veranstaltungsraum genutzt. Sie verbindet die kulturelle Erinnerung an die Zeit der Müllerei und des traditionellen Solinger Messerschmiedehandwerks mit einer modernen Nutzung als Raum für Events. Der Standort bleibt somit ein wichtiges Zeugnis für die wirtschaftliche und soziale Entwicklung des Stadtteils, in dem Handwerk und lokale Gastfreundschaft über Generationen hinweg Hand in Hand gingen.