Burg/Schloss

Waldhof Hackhausen

Krüdersheide 7, 42697 Solingen

Eigenschaften

Outdoor Aktiv Entspannt Kulturell Ganzjährig

Über Waldhof Hackhausen

Der Waldhof Hackhausen ist ein neobarockes Herrenhaus in der bergischen Stadt Solingen und zählt seit den 1980er Jahren zu den Baudenkmälern der Stadt. Diese repräsentative und geschichtsträchtige Location liegt im Solinger Stadtteil Ohligs, unmittelbar an der Grenze zu Langenfeld, eingebettet in ein rund vier Hektar großes Parkgrundstück. Die idyllische Lage südlich des Naturschutzgebiets Ohligser Heide sorgt für eine ruhige und dennoch leicht erreichbare Umgebung, die sowohl kulturelle als auch private Veranstaltungen in besonderer Atmosphäre ermöglicht. Direkt an dem Gelände führen Wanderwege wie der Klingenpfad vorbei, was den Waldhof auch zu einem lohnenswerten Ausflugsziel macht.

Das Herrenhaus wurde zu Beginn des 20. Jahrhunderts vom Solinger Unternehmer Eugen Berg in Auftrag gegeben und von den Saalecker Werkstätten, Rheinische Zweigniederlassung, unter maßgeblicher Beteiligung des Architekten Paul Schultze-Naumburg errichtet. Stilistisch orientiert sich das Gebäude an barocken Lustschlössern und zeigt eine klare symmetrische Anlage mit zwei seitlich vorgelagerten Flügeln, die einen kleinen Ehrenhof umschließen. Das Hauptgebäude wird von einem Mansarddach überspannt und liegt etwa 90 Meter von der Straße entfernt, zugänglich über zwei prachtvolle Auffahrtsalleen. Im Westen des Geländes befinden sich zwei große Einfahrtstore sowie ein historisches Kutscherhaus und ein Wassergraben, die den Eindruck eines klassischen Herrensitzes vervollständigen.

Der Garten des Waldhof Hackhausen wurde nach englischem Vorbild angelegt und zählt zu den bemerkenswerten Gestaltungselementen der damaligen Zeit. Westlich des Hauses reihen sich noch heute alteinteils erhaltene Rosskastanien entlang der Alleen, die ebenfalls unter Naturschutz stehen. Im Jahr 1927 wurde zudem ein ovales Schwimmbecken im Park errichtet. Die Geschichte des Anwesens ist eng verknüpft mit der Familie Berg, einer einflussreichen Unternehmerfamilie der Region, die in Solingen eine Axt- und Hauerfabrik leitete. Eugen Berg ließ den Waldhof als repräsentatives Wohnhaus für sich und seine Familie erbauen, nachdem bereits sein Vater Richard Berg das benachbarte Schloss Hackhausen hatte rekonstruieren lassen.

Seit 1979 dient der Waldhof Hackhausen nicht nur als Privatresidenz, sondern auch als Veranstaltungsort für Ausstellungen, Konzerte, Lesungen und kulturelle Events. Die großzügigen Räumlichkeiten des Herrenhauses sowie die weitläufige Parkanlage bieten Platz für Firmenfeiern, Hochzeiten und Tagungen. Mit über 200 Quadratmetern Ausstellungsfläche und historischen Räumen wie dem Musikzimmer mit Flügel wird Kunst und Kultur in einem denkmalgeschützten Ambiente präsentiert. Das Anwesen beherbergt zudem Ferienwohnungen und ein Gästehaus, das einen Kurzurlaub inmitten der Natur ermöglicht. Die Inhaberin Olga von Gregory setzt sich aktiv für die Pflege des Gartens und die kulturelle Nutzung des Anwesens ein.

Der Waldhof Hackhausen steht auf der Liste der Baudenkmäler der Stadt Solingen und ist ein Beispiel gelungener Architektur des frühen 20. Jahrhunderts. Die klare Struktur des Hauses sowie die symmetrische Anlage des Parks spiegeln die Ideale des Architekten Paul Schultze-Naumburg wider, der sich für eine Rückbesinnung auf klassizistische und neobarocke Formensprache einsetzte. Mit seiner einmaligen Atmosphäre, der historischen Bausubstanz und der vielfältigen Nutzungsmöglichkeit ist der Waldhof Hackhausen ein kulturelles Kleinod im Herzen des Bergischen Landes im Kreis Mettmann.

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