Kirche/Kloster

Stiftskirche

Marktpl. 15, 76530 Baden-Baden

Highlights

  • Die Stiftskirche Liebfrauen in Baden-Baden thront über der Altstadt und prägt mit ihrem 68 Meter hohen Turm die Stadtsilhouette.
  • Urkundlich 987 erwähnt, beherbergt die Kirche Gräber der Markgrafen von Baden und zählt heute zum UNESCO-Welterbe.
  • Im Inneren befinden sich Kunstschätze wie ein Kruzifix von Niclas Gerhaert van Leyden und das Epitaph des 'Türkenlouis'.

Tipps

  • Die Stiftskirche Liebfrauen thront über der Altstadt und bietet einen beeindruckenden Blick über Baden-Baden sowie kunsthistorisch wertvolle Innenausstattung.
  • Besonders sehenswert sind das Epitaph des Türkenlouis, das Sakramentshäuschen und der Ölbach aus dem 15. Jahrhundert hinter der Kirche.
  • Der Turm der Stiftskirche prägt die Stadtsilhouette – ein Besuch lohnt sich auch für die Aussicht und die historische Atmosphäre.

Eigenschaften

Entspannt Kulturell Ganzjährig

Über Stiftskirche

Die Stiftskirche Liebfrauen in Baden-Baden zählt zu den bedeutendsten sakralen Bauten der Region und ist ein Kulturdenkmal von landesgeschichtlicher sowie kunsthistorischer Bedeutung. Auf einem Hügel unterhalb des Neuen Schlosses thront die Kirche über der Altstadt und prägt mit ihrem rund 68 Meter hohen Turm das Stadtbild. Erstmals urkundlich erwähnt im frühen Mittelalter, wurde sie im Laufe der Jahrhunderte mehrfach umgebaut und erweitert. Der romanische Turmschaft aus dem 13. Jahrhundert ist bis heute erhalten, während Chor und Langhaus im spätgotischen Stil errichtet wurden. Die barocken Turmhauben erinnern an den Wiederaufbau nach einem verheerenden Stadtbrand.

Die Stiftskirche war über Jahrhunderte eng mit der Geschichte der Markgrafen von Baden verbunden. Zwischen den Jahren 1391 und 1793 diente der Chorraum als Grablege der markgräflichen Familie. Zu den herausragenden Ausstattungsstücken zählen ein Kruzifix von Niclas Gerhaert van Leyden, ein Sakramentshäuschen aus dem Mittelalter sowie das prachtvolle Epitaph von Markgraf Ludwig Wilhelm von Baden, genannt „Türkenlouis“. Die Kirche beherbergt zudem Spuren aus der Römerzeit – bei Ausgrabungen wurden Fundamente römischer Badeanlagen und antike Inschriften entdeckt, die teilweise als Baumaterial in die Kirchenmauern eingebunden wurden.

Die Bezeichnung „Stiftskirche“ leitet sich von dem ehemaligen Kollegiatstift ab, das 1808 aufgelöst wurde. Heute gehört der Kirchenbau zur Seelsorgeeinheit Baden-Baden innerhalb der Erzdiözese Freiburg. Die Kirche ist für Besucher geöffnet und lädt sowohl zur Andacht als auch zur Besichtigung ein. Besondere Sehenswürdigkeiten befinden sich auch außerhalb des Kirchenraums: Hinter dem Gebäude erstrecket sich der sogenannte Öl Berg aus dem 15. Jahrhundert sowie eine Sammlung historischer Grabsteine. Die Renovierungsarbeiten der letzten Jahre wurden von Gästen als außerordentlich gelungen bewertet, wobei besonders die gestalterische Ausgewogenheit von Beleuchtung, Akustik und Sitzgelegenheiten hervorgehoben wird.

Die Stiftskirche ist Teil des UNESCO-Welterbe-Bezirks in Baden-Baden und zählt zu den ältesten durchgehend genutzten Bauten der Stadt. Ihre zentrale Lage und die reiche Schichtung aus Geschichte, Architektur und Kunst machen sie zu einem wichtigen kulturellen und religiösen Anlaufpunkt in Baden-Württemberg.

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