Kirche/Kloster

Stadtkirche St. Peter

Kirchstraße 37, 96515 Sonneberg

Highlights

  • Die evangelisch-lutherische Stadtkirche St. Peter in Sonneberg wurde 1845 nach Plänen von Carl Alexander Heideloff eingeweiht.
  • Das neugotische Gotteshaus verfügt über eine 45 Meter hohe Doppelturmfassade und einen polygonal geschlossenen Chor.
  • Seit 1950 läuten in der Kirche die Glocken der ehemaligen St.-Andreas-Kirche aus Berlin.

Tipps

  • Die Stadtkirche St. Peter in Sonneberg ist ein neugotisches Gotteshaus auf einer Anhöhe mit beeindruckender Doppelturmfassade und historischer Ausstattung.
  • Besucher finden farbige Holzkonstruktionen, einen gotischen Altar mit Figuren aus dem 16. Jahrhundert und Buntglasfenster im Stil der Romantik.
  • Die Kirche ist bei Hochzeiten und Gedenkfeiern beliebt und bietet von außen einen schönen Blick auf das Umland.

Eigenschaften

Entspannt Kulturell Ganzjährig

Über Stadtkirche St. Peter

Die evangelisch-lutherische Stadtkirche St. Peter erhebt sich am nordöstlichen Stadtrand von Sonneberg und prägt mit ihrer neugotischen Architektur das Stadtbild. Auf einem Hang oberhalb des Gotteshauses befindet sich der Friedhof, während die Kirche selbst nach Südwesten ausgerichtet ist. Besonders markant ist die 45 Meter hohe Doppelturmfassade, die den Abschluss der Sandsteinfassade bildet und von weitem sichtbar ist.

Die Geschichte der Kirche beginnt im Zusammenhang mit dem Stadtbrand von 1840, der auch die alte Stadtkirche St. Johannis zerstörte. Nur wenige Jahre später, zwischen 1843 und 1845, wurde die neue Kirche nach Plänen von Carl Alexander Heideloff errichtet, der sich am Vorbild der Lorenzkirche in Nürnberg orientierte. Am Pfingstsonntag des Jahres 1845 erfolgte die feierliche Einweihung des Gotteshauses.

Das Innere der Kirche überzeugt durch eine dreischiffige, fünfjochige Basilika mit eingezogenem Chor und Maßwerkfenstern. Die Staffel- und Emporenhalle sowie das gotisch gewölbte Mittelschiff mit polygonal geschlossenem Chor verleihen dem Raum eine erhabene Atmosphäre. Sechs Stützen tragen Arkadenbögen mit Kielbogenaufsätzen, während Krabben das Kreuzrippengewölbe stützen. Die farbige Fassung der verputzten Holzkonstruktionen, die erhaltene Kreuzigungsgruppe aus Franken um 1500 sowie die restaurierte Polychromie unterstreichen den künstlerischen Wert. Drei der Buntglasfenster entstanden 1892 nach Entwürfen von Moritz von Schwind. Seit 1950 erklingen im Kirchenraum zudem die Glocken der ehemaligen St.-Andreas-Kirche aus Berlin.

Die 1925 von W. Sauer Orgelbau errichtete Orgel zählt zu den bemerkenswerten klanglichen Besonderheiten der Kirche. Das Instrument verfügt über 42 Register auf drei Manualen und Pedal und bereichert Gottesdienste und Konzerte mit ihrer Klangfülle. Die Kirche wird von Zeit zu Zeit auch als Gedenkstätte genutzt und gilt vielen Besucher*innen als Ort der Ruhe und Besinnung mitten im Alltag.

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