Burgruine Fürth am Berg
Highlights
- Die Burgruine Fürth am Berg wurde erstmals 1317 als „Feste Furttenberg“ erwähnt und diente bis 1660 als Schutz- und Amtsburg.
- Auf einem 420 Meter hohen Sporn des Fürther Berges gelegen, ermöglichte die Burg eine strategische Aussicht über wichtige Handelswege.
Tipps
- Der Weg zur Burgruine ist etwa einen Kilometer lang und führt durch einen kleinen Wald, teils mit leichten Anstiegen.
- Oben befindet sich ein lauschiger Platz zum Rasten mit schöner Aussicht, ideal für eine kurze Wanderung.
- Ein kleiner Parkplatz am Ende des Glashüttenweges dient als Ausgangspunkt zur Burg.
Eigenschaften
Über Burgruine Fürth am Berg
Die Burgruine Fürth am Berg liegt oberhalb des Ortsteils Fürth am Berg, welcher zum Markt Mitwitz im Landkreis Kronach gehört. Die ehemalige Spornburg, erstmals in einer Urkunde des 14. Jahrhunderts erwähnt, diente über mehrere Jahrhunderte hinweg als Schutz- und Amtsburg. Von ihrem erhöhten Standort aus bot sie einen strategisch günstigen Blick über wichtige Verkehrswege der Region. Die Burg stand unter der Lehenshoheit des Bamberger Bischofs, und verschiedene adelige Geschlechter aus Franken und Thüringen folgten einander im Besitz.
Nach mehreren Zerstörungen, darunter während des Bauernkriegs, wurde die Burg zeitweise wieder aufgebaut, ehe sie ab dem 17. Jahrhundert allmählich verfiel. Nachdem das letzte Burgherrnhaus um 1660 die Burg verließ, wurde das Gelände zunehmend verwildert. Im Zuge des Verfalls diente die Ruine als Steinbruch für die umliegende Bevölkerung, bis um 1850 der Abbau offiziell untersagt wurde. Bis in die Mitte des 20. Jahrhunderts blieben noch erhebliche Mauerreste erhalten, bevor 1960 eine Sprengung die letzten Strukturen beseitigte. In den Jahren danach überwucherte der Burgstall nahezu vollständig.
Erste Restaurierungsarbeiten am Burgstall begannen Ende der 1960er Jahre durch ehrenamtliches Engagement. 1980 wurde das Gelände als Bodendenkmal unter Denkmalschutz gestellt. In den 1990er Jahren führte die Universität Bamberg unter fachkundiger Leitung umfangreiche archäologische Grabungen durch, wodurch Teile der Anlage und ein erhaltenes Kellergewölbe wieder zugänglich wurden. Heute lädt der Burgstall zu einer Wanderung durch Wald und historisches Gelände ein. Der Weg zur Ruine ist etwa einen Kilometer lang und führt sanft ansteigend durch den Glashüttenweg.
Obwohl von der ursprünglichen Bausubstanz heute nur noch geringe Reste sichtbar sind, bietet der Ort einen denkmalgeschützten Raum der Ruhe und Erholung. Ein kleiner Parkplatz am Fuße des Berges ermöglicht den Zugang zum Gelände. Die Wanderwege sind gut begehbar, und der Aufstieg wird von vielen Besuchern als angenehm empfunden. Obwohl der archäologische Erhalt begrenzt ist, schätzen Gäste die natürliche Umgebung und die ruhige Atmosphäre am Gipfel. Die Aussicht von der ehemaligen Burgposition trägt zur Stimmung des Ortes bei, der sowohl für Spaziergänge als auch für kurze Ausflüge geeignet ist.