Höhle

Nebelhöhle

Gewann Nebelhöhle, 72820 Sonnenbühl

Highlights

  • Die Nebelhöhle ist eine über 800 Meter lange Tropfsteinhöhle auf der Schwäbischen Alb, teilweise für Besucher erschlossen.
  • Ihr Name entstand durch ein Loch, aus dem im Winter Nebel aufstieg, was früher mit mystischen Vorstellungen verbunden war.
  • Bekannt wurde sie unter anderem durch Wilhelm Hauffs Roman „Lichtenstein“ und zählt heute zu den beliebtesten Schauhöhlen der Region.

Tipps

  • Ein bequemer Eingang ist seit 1803 für Besucher vorhanden, ursprünglich für den Kurfürsten Friedrich I. ausgebaut.
  • Die Höhle verfügt über beeindruckende Tropfsteinformationen, darunter ein mannshoher Tropfstein mitten im Weg und prächtige Bodentropfsteine.
  • Kinder und Erwachsene können auf einer Länge von etwa 450 Metern die eindrucksvolle Tropfsteinwelt erkunden.

Eigenschaften

Outdoor Ganzjährig

Über Nebelhöhle

Die Nebelhöhle in Sonnenbühl zählt zu den faszinierendsten Naturerlebnissen der Schwäbischen Alb und ist eine der bekanntesten Tropfsteinhöhlen der Region. Seit jeher von Menschen besucht, war sie früher als „Nebelloch“ bekannt – ein Name, der sich auf das Phänomen bezieht, dass aus dem Höhleneingang besonders im Winter Nebel aufstieg. Dieses Phänomen entsteht durch den Temperaturunterschied zwischen der warmen, feuchten Höhlenluft und der kalten Außenluft, wodurch es zur Kondensation und damit zum sichtbaren Nebel kommt. Die Höhle erstreckt sich über mehr als 400 Meter Länge und lädt Besucher zu einer eindrucksvollen Reise in die Unterwelt ein.

Über 141 Stufen führt der Weg hinab in die Tiefe, wo ein verwunschenes Reich aus Tropfsteinformationen, Felskanten und geheimnisvollen Hallen auf Erkundungslustige wartet. Die Höhle zeigt eindrucksvolle Bodentropfsteine, darunter auch einen mannshohen Stein mitten im Gang, sowie trichterförmige Vertiefungen und gewaltige Versturzblöcke. Besonders sehenswert ist die sogenannte zweite Halle, die durch einen regelrechten Tropfsteinwald betreten wird. Die geologischen Besonderheiten der Nebelhöhle, darunter Deckenkolke und angewitterte Wände mit kreidiger Oberfläche, zeugen von ihrer hohen geologischen und altersbedingten Bedeutung. Die Sohle der Höhle liegt etwa 780 Meter über Normalnull.

Die Geschichte der Nebelhöhle reicht weit zurück. Bereits im Jahr 1486 wurde das sogenannte „Nebelloch“ erwähnt, ein breites Felsportal, durch das Tageslicht in die Höhle fiel. Im Jahr 1803 wurde der Eingang für einen Besuch des Kurfürsten umgebaut, wodurch sich der Name „Nebelloch“ auf ein kleineres Loch in der Höhlendecke übertrug, das heute noch so genannt wird. Die Bezeichnung „Nebelhöhle“ tauchte erstmals im 19. Jahrhundert auf. Mythen und Sagen ranken sich seit Jahrhunderten um die Höhle, die einst als Tor zur Unterwelt galt. Bekanntheit erlangte sie auch durch Wilhelm Hauffs Roman „Lichtenstein“, in dem die Höhle als Versteck des Herzogs Ulrich beschrieben wird.

Die Nebelhöhle ist nicht nur ein geologisches, sondern auch ein kulturelles Highlight der Region. Sie ist mit ihrem wildromantischen Charakter eine der beliebtesten Schauhöhlen der Alb und ein idealer Ausgangspunkt für märchenhafte Erkundungstouren. Wanderinteressierte können sich auf den „Hochgehträumt“-Pfad begeben, der direkt zum Schloss Lichtenstein führt und von dort aus zum Hauff-Museum in Lichtenstein. Auch Radtouren und andere Ausflüge in die nahegelegenen Orte wie Erpfingen oder Lichtenstein sind von hier aus möglich. Ein Besuch lohnt sich für Jung und Alt gleichermaßen – sowohl für Naturliebhaber als auch für Geschichtsinteressierte.

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