Archäologische Stätte

Großsteingräber bei Spahn

49751 Spahnharrenstätte

Highlights

  • Die Großsteingräber bei Spahn in Spahnharrenstätte stammen aus der Trichterbecherkultur und wurden zwischen 3500 und 2800 v. Chr. erbaut.
  • Grab 2, bekannt als Steenberg, ist als Ganggrab mit ovaler Hügelschüttung und stark zerstörter Steinumfassung erhalten.

Tipps

  • Das Großsteingrab Spahn 1 ist etwa einen Kilometer nordwestlich von Spahnharrenstätte an der Straße Zum Windberg gelegen und leicht zu Fuß zu erreichen.
  • Grab 2 liegt etwa 1,4 Kilometer nördlich des Ortes und ist über Waldwege erreichbar, teils über einen Radweg.
  • Beide Anlagen sind ohne Hinweisschilder ausgewiesen, daher lohnt eine Vorbereitung mit Karte oder GPS-Koordinaten.

Eigenschaften

Kulturell Ganzjährig

Ausflug zu den Großsteingräbern bei Spahn in Spahnharrenstätte

Die Großsteingräber bei Spahn im Ortsteil Spahn der Gemeinde Spahnharrenstätte im Landkreis Emsland zählen zu den bedeutenden archäologischen Denkmälern der Jungsteinzeit. Sie entstanden im Mittelneolithikum und sind Zeugnisse der Trichterbecherkultur, die vor rund fünftausend Jahren in weiten Teilen Norddeutschlands lebte. Die Anlage besteht heute aus zwei erhaltenen Großsteingräbern, von denen eines auch als Hünenstein und das andere als Steenberg bekannt ist. Ein drittes Grab wurde Anfang des 19. Jahrhunderts zerstört und ist heute nur noch durch historische Aufzeichnungen bekannt.

Das erste Großsteingrab, der sogenannte Hünenstein, liegt etwa einen Kilometer nordwestlich von Spahnharrenstätte direkt an der Straße Zum Windberg. Es ist leicht zu finden und befindet sich am Waldrand auf einem sanften Hügel am Beginn größerer Feldflächen. Die Grabanlage ist relativ klein und wird durch eine flache Hügelschüttung mit einer Länge von 17 Metern und einer Breite von 15 Metern gebildet. Die darin liegende Kammer ist ost-westlich ausgerichtet und weist eine Länge von 4,5 Metern sowie eine Breite von 2,2 Metern auf. Ursprünglich besaß sie vier Wandsteinpaare, je einen Abschlussstein an den Schmalseiten sowie drei Decksteine. Heute stehen lediglich die beiden Abschlusssteine noch an ihrer ursprünglichen Position, während einige Wandsteine verschoben wurden. Der östliche Deckstein ist in die Kammer gestürzt.

Das zweite Großsteingrab, der Steenberg, befindet sich etwa 1,7 Kilometer nordöstlich des ersten Grabes und ist deutlich größer. Die ovale Hügelschüttung erstreckt sich über eine Länge von 30 Metern und eine Breite von 10 Metern. Im Gegensatz zum Hünenstein handelt es sich hierbei um ein Ganggrab mit einer Kammer, die ursprünglich aus zahlreichen Wandsteinen, Decksteinen und einem seitlichen Zugang bestand. Die Zerstörung ist hier jedoch erheblich fortgeschritten: Die meisten Wandsteine fehlen oder stehen nicht mehr an ihrer ursprünglichen Stelle. Elf Decksteine sind noch vorhanden, jedoch größtenteils gesprengt und in das Innere der Kammer gestürzt. Vom Gangbau sind lediglich vier Wandsteine erhalten, wobei die beiden äußeren noch in situ stehen. Die südliche und westliche Ummauerung des Hügels zeigt noch Reste der ursprünglichen Steinumfassung.

Ein drittes Großsteingrab befand sich in unmittelbarer Nähe zu den erhaltenen Anlagen, südlich des Hünensteins. Es wurde bereits Anfang des 19. Jahrhunderts vollständig zerstört. Lediglich historische Berichte, darunter eine Dokumentation von Heinrich Bödiker aus dem Jahr 1825, geben Aufschluss über sein ehemaliges Vorhandensein. Bödiker verzeichnete bei seinem Besuch noch mehrere Wandsteine sowie einen Deckstein, während bei späteren Erhebungen durch Johann Karl Wächter keine Spuren mehr vorhanden waren.

Die Großsteingräber bei Spahn sind wichtige Zeugnisse der megalithischen Baukultur der Trichterbecherkultur und tragen zur Erforschung der jungsteinzeitlichen Bestattungsbräuche bei. Sie sind als Einzeldenkmale im Denkmalverzeichnis des Landes Niedersachsen erfasst und unterliegen dem Schutz des Niedersächsischen Denkmalschutzgesetzes. Trotz ihres teilweise stark zerstörten Zustands bieten sie interessierten Besuchern und Forschern einen Einblick in die Lebenswelt einer der ältesten Kulturen Mitteleuropas. In direkter Nähe befindet sich zudem das Hügelgräberfeld Männige Berge, das weitere archäologische Fundstellen beherbergt und die kulturelle Bedeutung der Region unterstreicht.

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Häufige Fragen zu Großsteingräber bei Spahn

Wann entstanden die Großsteingräber bei Spahn?
Die Großsteingräber bei Spahn entstanden zwischen 3500 und 2800 v. Chr. und gehören zur Trichterbecherkultur. Stand Juni 2026.

Quelle: wikipedia

Wo befinden sich die Großsteingräber bei Spahn?
Die Großsteingräber liegen im Ortsteil Spahn der Gemeinde Spahnharrenstätte im Emsland, Niedersachsen. Stand Juni 2026.

Quelle: wikipedia

Wie viele Großsteingräber gibt es noch bei Spahn?
Es gibt zwei erhaltene Großsteingräber. Ein drittes Grab wurde Anfang des 19. Jahrhunderts zerstört. Stand Juni 2026.

Quelle: wikipedia

Welche Namen tragen die beiden erhaltenen Großsteingräber?
Grab 1 wird auch Hünenstein genannt, Grab 2 ist als Steenberg bekannt. Stand Juni 2026.

Quelle: wikipedia

Wie ist der Zustand der Großsteingräber heute?
Beide Gräber sind stark zerstört. Viele Steine fehlen oder liegen nicht mehr in ihrer ursprünglichen Position. Stand Juni 2026.

Quelle: website